Xiaomi, HyperOS

Xiaomi HyperOS: Sicherheits-App erhält Update mit Patch vom 19. Oktober

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 18:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das neue Xiaomi-Update bringt Fehlerkorrekturen, den Oktober-Sicherheitspatch und Anpassungen für Game Turbo auf HyperOS-Geräte.
Ein minimalistischer, moderner Flur mit geometrischen Schattenwürfen auf einer Betonwand, der Sicherheit und Schutz vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Der chinesische Elektronikhersteller Xiaomi hat eine neue Version seiner zentralen System-App Sicherheit für Smartphones mit der Benutzeroberfläche HyperOS freigegeben. Die Aktualisierung auf Version 13.6.6-261013.0.1 steht sowohl für die chinesische als auch für die globale Ausführung des Betriebssystems bereit.

Neben Fehlerbehebungen und Systemanpassungen rät das Unternehmen den Nutzern zur Aktivierung des integrierten digitalen Tresors, um persönliche Daten und sensible Anwendungen auf dem Mobiltelefon gezielt abzusichern.

Das Softwarepaket weist eine Dateigröße von 63,84 MB auf und schließt den Sicherheitspatch vom 19. Oktober ein. Über die allgemeinen Schutzfunktionen hinaus überarbeitet die Aktualisierung auch die integrierten Sicherheitskomponenten innerhalb des Gaming-Bereichs Game Turbo.

Während der offizielle schrittweise Rollout über die regulären Update-Kanäle zu einem späteren Zeitpunkt folgt, ist die Installation bereits vorab über frei zugängliche APK-Dateien möglich. Dabei wird jedoch gewarnt, manuelle Paketinstallationen ausschließlich über nachweislich vertrauenswürdige Quellen vorzunehmen, um Schadsoftware-Risiken zu vermeiden.

Zweistufiger Schutz für Anwendungen auf HyperOS-Geräten

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Auf Geräten der Marken Xiaomi, Redmi und Poco stellt das Betriebssystem zwei aufeinander aufbauende Schutzmechanismen für installierte Programme bereit. Die Funktion zur App-Sperre lässt Anwendungssymbole regulär auf dem Bildschirm sichtbar, verlangt beim Öffnen jedoch eine Authentifizierung per Entsperrmuster oder Fingerabdruck.

Demgegenüber entfernt die Option zum Verbergen von Apps die ausgewählten Anwendungen vollständig von den Startbildschirmen. Der Zugriff auf diese Programme ist anschließend nur noch über eine spezifische Zwei-Finger-Spreizgeste auf der Bildschirmoberfläche möglich.

Die Konfiguration der App-Sperre erfolgt über die Systemeinstellungen im Bereich für Anwendungen. Dort können Anwender ein separates Sperrmuster definieren und die zu schützenden Programme einzeln auswählen. Dabei wird empfohlen, das Muster mit einem bestehenden Mi-Konto zu verknüpfen, um die Sicherheitsabfrage bei einem vergessenen Code wieder zurücksetzen zu können.

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Das Ausblenden von Anwendungen wird direkt in der Sicherheits-App über den Werkzeugbereich verwaltet. Diese Funktion bleibt allerdings an den werksseitig installierten Standard-Launcher von Xiaomi gebunden und lässt sich mit alternativen Benutzeroberflächen von Drittanbietern wie Nova Launcher nicht verwenden.

Vom sogenannten zweiten Profil (Second Space), das eine vollständig separate Arbeitsumgebung anlegt, unterscheidet sich der digitale Tresor durch den selektiven Schutz einzelner Programme im bereits bestehenden Benutzerkonto.

Feste Systemverankerung und integrierte Überwachung

Das Sicherheitszentrum von Xiaomi fungiert als Kernkomponente für den laufenden Schutz des Smartphones. Die Anwendung bündelt mehrere Kernwerkzeuge, darunter eine automatische Virenprüfung mit anschließender Risikobewertung, Filter zur Sperrung unerwünschter Telefonanrufe und Textnachrichten, allgemeine Datenschutzfunktionen, Echtzeit-Sicherheitsüberwachung sowie eine zentrale Rechteverwaltung für installierte Drittprogramme.

Aufgrund der tiefen Verankerung im Betriebssystem lässt sich die Sicherheits-App regulär nicht deinstallieren. Anwender können die Anwendung über das interne Menü lediglich stoppen, wodurch sie jedoch auf dem Datenspeicher verbleibt.

Eine erzwungene Entfernung über erweiterte Systemzugriffsrechte (Root) ist technisch zwar durchführbar, birgt jedoch erhebliche Risiken: Neben dem unmittelbaren Erlöschen von Garantieansprüchen drohen instabile Systemzustände und der vollständige Verlust des automatischen Geräteschutzes.

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