USA, Großbritannien

Frist für Übernahme von Activision Blizzard verlängert

19.07.2023 - 15:17:20 | dpa.de

Zähes Ringen um die Pläne von Microsoft. Die britische Wettbewerbsaufsicht sträubt sich, ihr «Ja» zu geben für die Übernahme von Activision Blizzard. Doch nun gibt es zeitlich noch etwas Luft.

Vor dem Activision-Gebäude in Santa Monica, Kalifornien. Microsoft kommt dem Kauf des Videospiele-Riesen Activision Blizzard immer näher. - Foto: Richard Vogel/AP

Die Frist für die Übernahme des Videospiele-Riesen Activision Blizzard durch Microsoft ist angesichts des Widerstandes britischer Wettbewerbshüter bis Mitte Oktober verlängert worden. Dabei handelten die Unternehmen auch eine höhere Abfindung für Activision Blizzard für den Fall aus, dass der Mega-Deal doch noch scheitern sollte.

Microsoft und Activision Blizzard versuchen noch, die britische Wettbewerbsaufsicht CMA mit Zugeständnissen zu überzeugen. Sie legte im April ein Veto gegen die Übernahme ein, weil sie Verzerrungen beim Wettbewerb befürchtet. Die CMA schob die Veröffentlichung ihres Abschlussberichts bis Ende August auf - was den Unternehmen etwas Spielraum gibt. Einem Medienbericht zufolge zeigte sich Microsoft etwa bereit, Teile des Geschäfts mit Cloud-Gaming an andere Anbieter abzutreten.

Microsoft will sich mit dem Kauf von Activision Blizzard beliebte Videospiele wie «Call of Duty», «Overwatch» und «Candy Crush» sichern. Eine Befürchtung von Wettbewerbshütern war, der Konzern würde die Games danach nur noch auf seiner Xbox-Konsole und dem hauseigenen Cloud-Dienst anbieten. Im Zuge der Untersuchungen versprach der Konzern, die Spiele zehn Jahre lang auch für andere Konsolen wie Sonys Playstation oder Nintendos Switch sowie Cloud-Plattformen anderer Anbieter verfügbar zu machen.

Microsoft und Activision Blizzard hatten den damals rund 69 Milliarden Dollar schweren Deal Anfang 2022 angekündigt. Dabei setzten sie sich eine Frist bis zum 18. Juli dieses Jahres, um die Übernahme abzuschließen. Bei einem Scheitern wurde Activision Blizzard das Recht auf eine Vertragsstrafe von drei Milliarden Dollar zugestanden.

Beide Unternehmen wollen aber an dem Geschäft weiter festhalten. Zugleich steht Activision Blizzard jetzt eine höhere Abfindung von 3,5 Milliarden Dollar zu, wenn die Übernahme nach dem 29. August abgesagt werden sollte. Bei einem Scheitern nach dem 15. September erhöht sich der Betrag auf 4,5 Milliarden Dollar.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
wissenschaft | 63859243 |

Weitere Meldungen

Arznei und Stahl: Trumps Zolloffensive geht weiter. Es zeigt: Auch nach dem Rückschlag vor Gericht bleibt er bei seiner aggressiven Zollpolitik. Zölle auf Arznei, Neuerungen bei Stahl: US-Präsident Trump sendet erneut Schockwellen in den Welthandel. (Wirtschaft, 03.04.2026 - 04:30) weiterlesen...

100 Prozent auf Arznei: US-Regierung erhebt neue Zölle. Bei Arzneimitteln ist die EU nicht betroffen - bei einem anderen Punkt aber schon. Genau ein Jahr nach der großen Zolloffensive von Trump legt seine Regierung nach. (Wirtschaft, 02.04.2026 - 21:54) weiterlesen...

USA verkünden hohe Arzneimittel-Zölle - EU ausgenommen (Wirtschaft, 02.04.2026 - 21:46) weiterlesen...

Trump spricht von Nato-Austritt: «Papiertiger». Er nennt das Bündnis einen «Papiertiger». Von seinem Außenminister Marco Rubio kommen ähnliche Aussagen. US-Präsident Donald Trump stellt die Nato-Mitgliedschaft der USA infrage. (Ausland, 01.04.2026 - 11:41) weiterlesen...

G7 finden überraschend gemeinsame Linie zum Iran-Krieg. Überraschend gibt es eine Erklärung aller Minister. Erst Kritik aus den USA, doch nach dem G7-Treffen in Frankreich sieht Bundesaußenminister Wadephul beim Iran eine gemeinsame Linie. (Ausland, 27.03.2026 - 18:20) weiterlesen...

G7 fordert Ende von Angriffen auf zivile Ziele im Iran-Krieg. Dort kann man sich aber auf eine gemeinsame Linie verständigen. Noch vor seiner Ankunft beim G7-Treffen in Frankreich hatte US-Außenminister Rubio Kritik an Europäern im Iran-Krieg unterstrichen. (Ausland, 27.03.2026 - 17:26) weiterlesen...