ZLUDA, AMD-Grafikkarten

ZLUDA v6: AMD-Grafikkarten erreichen dreifache PhysX-Leistung

30.06.2026 - 00:12:11 | boerse-global.de

ZLUDA v6 ermöglicht AMD-Nutzern eine Verdreifachung der Bildrate bei PhysX-Spielen, doch das Projekt verliert seine kommerzielle Förderung.

ZLUDA v6: Dreifache PhysX-Leistung für AMD Radeon GPUs
ZLUDA - Leuchtende AMD Radeon GPU mit NVIDIA PhysX-Logo, verbunden durch beleuchtete Pfade, in dunkler Hightech-Umgebung. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Drei Mal mehr Leistung bei PhysX-Titeln

Mit der Veröffentlichung von ZLUDA v6 am heutigen Montag hat sich die Lage für AMD-Nutzer schlagartig verbessert. Die neueste Version der CUDA-Emulationsschicht bringt spezielle Unterstützung für 32-Bit-PhysX mit – und ermöglicht damit AMD Radeon-Grafikkarten, physiklastige Spiele mit deutlich höherer Effizienz auszuführen.

Die Zahlen sprechen für sich: In Tests mit Mafia II erreichte eine RX 9070 XT mit aktiviertem ZLUDA satte 80,2 Bilder pro Sekunde. Ohne die Emulationsschicht waren es gerade einmal 26,2 FPS – eine Steigerung um das Dreifache. AMD-Spieler können nun endlich PhysX-Effekte wie realistische Trümmer- und Feuersimulationen genießen, die bisher auf Radeon-Hardware kaum nutzbar waren.

Projekt kehrt zum Hobby-Status zurück

Trotz der technischen Erfolge steht ZLUDA vor einem Umbruch. Wie Entwickler Andrzej Janik mitteilt, hat das Projekt seine kommerzielle Förderung durch einen nicht genannten Geldgeber verloren. ZLUDA kehrt damit zum Hobby-Status zurück.

Die Software bleibt zwar verfügbar, doch künftige Updates werden seltener kommen. Janik spricht von einem „Wochenend-Hobby“ – eine deutliche Abkehr von der Zeit, als das Tool unter kommerzieller Sponsorschaft entwickelt wurde, um die Lücke zwischen Nvidias proprietärem CUDA-Ökosystem und AMDs Hardware zu schließen.

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Neue Funktionen für Kreative und Entwickler

Neben der PhysX-Emulation bringt ZLUDA v6 mehrere technische Verbesserungen mit:

  • Windows ML und Systemintegration: Die Update enthält Verbesserungen für Windows ML sowie einen robusteren Windows-Loader.
  • Blender-Unterstützung: Neue Textur-Funktionen für die 3D-Rendering-Suite erweitern den Nutzen von AMD-GPUs in professionellen Workflows.
  • Stabilitätsverbesserungen: Zahlreiche Bugfixes, darunter Anpassungen aufgrund von PyTorch-Anforderungen.

Branche bewegt sich weg von alten Physik-Frameworks

Die Veröffentlichung von ZLUDA v6 fällt in eine Zeit des Umbruchs. Erst gestern veröffentlichte die Open 3D Engine (O3DE) Version 26.05, die PhysX 4 offiziell für veraltet erklärt. Stattdessen setzt man auf eine verbesserte Simulationsschnittstelle und ein neues experimentelles Open Particle System.

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ZLUDA v6 ist da – doch das Projekt kehrt zum Hobby-Status zurück. Wer langfristig PhysX-Spiele auf AMD genießen will, braucht einen Plan B. Unser Report listet die 10 besten Spiele und zeigt Alternativen für die Zukunft. Zukunftssicheren PhysX-Report sichern

Auch bei AMD tut sich einiges: Über Valves Proton Experimental Branch wurden Details zu FSR 4.1 bekannt. Die kommende Upscaling-Technologie, deren offizieller Release für Juli 2026 erwartet wird, soll INT8-Unterstützung für RDNA 3 und RDNA 3.5-Architekturen bieten – etwa für die Radeon 890M iGPU.

Und für Linux-Nutzer gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Der RADV Vulkan-Treiber soll mit Mesa 26.2, voraussichtlich im August 2026, standardmäßig Descriptor-Hep-Unterstützung aktivieren. Damit gleicht AMD seine Treiber-Fähigkeiten weiter an die aktuellen Standards der Konkurrenz an.

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