ZuckergetrÀnke, Jugend

ZuckergetrÀnke in der Jugend: TÀglicher Konsum erhöht Hypertonie-Risiko um 52 Prozent

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 04:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Langzeituntersuchung verbindet hĂ€ufigen Zuckerkonsum im Jugendalter mit höherem Bluthochdruckrisiko im Erwachsenenleben; Obst statt SĂŒĂŸgetrĂ€nken senkte es.
Eine Schale mit frischem Obst wie Äpfeln und Orangen steht in einem hellen, minimalistisch eingerichteten Raum. Illustration mit AI erstellt.

Der regelmĂ€ĂŸige Konsum von zuckerhaltigen GetrĂ€nken im Kindes- und Jugendalter wirkt sich langfristig auf die kardiovaskulĂ€re Gesundheit aus. Eine im Fachjournal Circulation der American Heart Association veröffentlichte Langzeitstudie zeigt, dass Heranwachsende mit einem hohen Konsum solcher GetrĂ€nke ein signifikant höheres Risiko tragen, im Erwachsenenalter an Hypertonie zu erkranken. FĂŒr die Untersuchung begleiteten Wissenschaftler mehr als 25.000 Teilnehmende ĂŒber einen Zeitraum von 25 Jahren.

Deutliche Risikoanstiege bei Limonaden, SportgetrÀnken und FruchtsÀften

Die Ergebnisse der sogenannten GUTS-Studie verdeutlichen den Einfluss von gezuckerten GetrÀnken auf das spÀtere Bluthochdruckrisiko. Die mehr als 25.000 Kinder und Jugendlichen, die im Alter von 9 bis 16 Jahren in die Untersuchung aufgenommen wurden, erreichten am Ende des Beobachtungszeitraums ein Durchschnittsalter von etwa 36 Jahren.

Bei Teilnehmenden, die in jungen Jahren tÀglich zwei oder mehr Portionen zuckerhaltige GetrÀnke konsumierten, lag das Hypertonie-Risiko um 52 Prozent höher im Vergleich zu jenen, die weniger als drei Portionen pro Woche zu sich nahmen.

Betrachtet nach einzelnen GetrÀnkekategorien ging jede tÀglich getrunkene Limonade mit einem um 23 Prozent höheren Hypertonie-Risiko einher. Bei SportgetrÀnken lag der Risikoanstieg bei 36 Prozent pro tÀglicher Portion.

Auch FruchtsĂ€fte zeigten in der Untersuchung eine messbare Belastung: Ein tĂ€glicher Konsum von 1,5 oder mehr Portionen Fruchtsaft war im Vergleich zu weniger als einer Portion pro Woche mit einem um 35 Prozent höheren Risiko fĂŒr Bluthochdruck verbunden. Jede Portion Orangensaft steigerte das Risiko um 20 Prozent. DemgegenĂŒber war der Verzehr von ganzem Obst nicht mit einem erhöhten Hypertonie-Risiko verknĂŒpft.

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GesĂŒndere Alternativen und ernĂ€hrungswissenschaftliche Einordnung

Die Studiendaten der GUTS-Kohorte weisen zugleich darauf hin, dass der Austausch zuckerhaltiger Produkte gegen gesĂŒndere Alternativen das spĂ€tere Erkrankungsrisiko verringern kann. Wurde eine tĂ€gliche Portion eines zuckerhaltigen GetrĂ€nks durch frisches Obst ersetzt, war dies mit einer Risikosenkung von 22 Prozent verbunden.

Ein Wechsel zu Wasser reduzierte das Risiko um 9 Prozent, wĂ€hrend der Ersatz durch Milch einen RĂŒckgang um 13 Prozent zeigte. Die Substitution von zuckerhaltigen GetrĂ€nken durch Milch oder Wasser erreichte damit Reduktionen von bis zu 13 Prozent. Wurde eine tĂ€gliche Portion Saft durch Obst ersetzt, sank das Risiko um 19 Prozent.

ErnĂ€hrungswissenschaftler betonen vor diesem Hintergrund die Notwendigkeit von Maßhalten bei flĂŒssigen Zuckern. Prof. Frank Hu von der Harvard University ordnete ein, dass der Zusammenhang mit Bluthochdruck bei zuckerhaltigen GetrĂ€nken zwar stĂ€rker ausgeprĂ€gt war als bei Saft, 100-prozentiger Fruchtsaft jedoch ebenfalls nur in kleinen Mengen empfohlen werde.

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Methodische EinschrÀnkungen der Erhebung

Trotz der großen Stichprobe und der langen Beobachtungszeit weist die GUTS-Studie methodische Grenzen auf. Die zugrunde liegenden ErnĂ€hrungs- und Gesundheitsdaten beruhen auf SelbstauskĂŒnften der Teilnehmer.

Zudem setzte sich die Kohorte ĂŒberwiegend aus nicht-hispanischen Weißen zusammen, was die Übertragbarkeit der Resultate auf andere Bevölkerungsgruppen einschrĂ€nkt. Dennoch unterstreichen die Befunde den Stellenwert frĂŒher ErnĂ€hrungsgewohnheiten fĂŒr die langfristige PrĂ€vention von chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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