Zwiebeln senken Blutdruck: Quercetin reduziert Werte um 6 mmHg
Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 06:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deIn der prĂ€ventiven Kardiologie rĂŒcken natĂŒrliche Inhaltsstoffe verstĂ€rkt in den Fokus wissenschaftlicher Betrachtungen. Aktuelle Empfehlungen von Fachleuten betonen dabei insbesondere die Rolle von ZwiebelgewĂ€chsen fĂŒr den Schutz des Herz-Kreislauf-Systems.
Die Kardiologin Magdalena PerellĂł verwies in diesem Zusammenhang auf die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Zwiebeln, deren Inhaltsstoff Quercetin positive Auswirkungen auf den Blutdruck, den Cholesterinspiegel und EntzĂŒndungsprozesse im Körper haben soll.
Quercetin als Faktor fĂŒr die GefĂ€Ăgesundheit
Wissenschaftliche Analysen untermauern die Empfehlungen zur Integration von Zwiebeln in die tĂ€gliche ErnĂ€hrung. Wie PerellĂł ausfĂŒhrte, deuten verschiedene Studien darauf hin, dass die Aufnahme von Quercetin den Blutdruck moderat senken kann. Konkret zeige der regelmĂ€Ăige Zwiebelkonsum das Potenzial, den systolischen Blutdruck um bis zu 6 mmHg zu reduzieren.
Diese EinschĂ€tzung wird durch eine Meta-Analyse gestĂŒtzt, die zehn Studien mit insgesamt 446 Teilnehmern umfasst. Die Ergebnisse belegen signifikante Verbesserungen bei den Werten fĂŒr LDL- und HDL-Cholesterin sowie beim Gesamtcholesterinspiegel durch den Verzehr von Zwiebeln. Insgesamt 14 randomisierte Studien bestĂ€tigen laut den vorliegenden Erkenntnissen die positiven Effekte dieses GemĂŒses auf die Blutfettwerte und den Blutdruck.
QualitÀtsunterschiede bei pflanzlichen Fetten
Neben der Wirkung spezifischer Flavonoide bleibt die QualitĂ€t der genutzten Speiseöle ein zentraler Aspekt der herzgesunden ErnĂ€hrung. Ein veröffentlichter Test der Stiftung Warentest untersuchte in diesem Kontext 25 Olivenöle, wobei lediglich vier Produkte die Bewertung âgutâ erhielten.
Als Testsieger gingen das Cillo Mono Natives Olivenöl extra Coratina mit einem Preis von 54 Euro pro Liter sowie das Alnatura Bio-Olivenöl nativ extra fĂŒr 13,98 Euro pro Liter hervor.
Ebenfalls mit âgutâ bewertet wurden das Mitos Griechisches Bio-Olivenöl extra und das Bertolli Originale. DemgegenĂŒber stufte die Verbraucherorganisation acht Produkte als âmangelhaftâ ein.
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Als GrĂŒnde hierfĂŒr wurden eine minderwertige Aromatik sowie Belastungen mit Schadstoffen angefĂŒhrt. In sieben Ălen wurden hohe Schadstoffwerte festgestellt, wobei drei Produkte stark mit Mineralöl verunreinigt waren. Ein Bio-Ăl wies zudem Belastungen mit Weichmachern auf.
Die Experten der Stiftung Warentest hielten fest, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung kein qualitativ hochwertiges Ăl unter einem Preis von 10 Euro pro Liter erhĂ€ltlich war. Interessanterweise wurde im November 2025 ein PreisrĂŒckgang bei Olivenöl um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr registriert.
Warnungen vor nicht zugelassenen NahrungsergÀnzungsmitteln
WĂ€hrend natĂŒrliche Lebensmittel wie Zwiebeln und hochwertige Ăle empfohlen werden, warnt das Bundesamt fĂŒr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vor bestimmten NahrungsergĂ€nzungsmitteln. Im Fokus stehen dabei lithiumhaltige PrĂ€parate, die in der EuropĂ€ischen Union nicht zugelassen sind, da sie als gesundheitsgefĂ€hrdend eingestuft werden.
Nach Angaben des BVL kann bereits eine moderate Erhöhung des Lithiumspiegels im Blut zu erheblichen Vergiftungserscheinungen fĂŒhren. Mögliche Folgen sind unter anderem Zittern, neurologische Störungen oder im Extremfall ein Koma.
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Das Amt stellte klar, dass Lithiumcarbonat ausschlieĂlich als verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder bipolaren Störungen zugelassen ist. Aufgrund der geringen therapeutischen Breite sei eine engmaschige medizinische Kontrolle zwingend erforderlich. Von einer Selbstmedikation mit Lithium wird daher dringend abgeraten.
Evidenz in der gynÀkologischen ErnÀhrungsberatung
Ein weiterer Aspekt moderner ErnĂ€hrungsansĂ€tze ist das sogenannte âCycle Syncingâ, die Anpassung der ErnĂ€hrung an den weiblichen Zyklus. Die GynĂ€kologin Mirjam Wagner wies jedoch darauf hin, dass dieses Konzept derzeit nicht evidenzbasiert sei, da einheitliche wissenschaftliche Empfehlungen fehlen.
Stattdessen betonte Wagner die Bedeutung einer generell ausgewogenen ErnĂ€hrung, die reich an GemĂŒse, Ballaststoffen, EiweiĂ und gesunden Fetten ist. Bei spezifischen Beschwerden wie Endometriose könne eine gezielt entzĂŒndungshemmende ErnĂ€hrung hilfreich sein.
FĂŒr den Alltag empfiehlt die Medizinerin die FĂŒhrung eines Zyklustagebuchs zur individuellen Beobachtung. Insbesondere in der Lutealphase sei auf regelmĂ€Ăige Mahlzeiten, Vollkornprodukte und ausreichend Schlaf zu achten, um das Wohlbefinden zu fördern.
