USA, Iran

SPD offen fĂŒr ÜberprĂŒfung von Nutzung von US-Basen fĂŒr Iran-Krieg

02.04.2026 - 17:21:52 | dts-nachrichtenagentur.de

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Adis Ahmetovic, hat eine gerichtliche PrĂŒfung der Rolle von US-Basen in Deutschland im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg ins Spiel gebracht.

Adis Ahmetovic (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Aus Sicht der SPD und vieler Völkerrechtler ist der Angriff auf den Iran nicht mit dem Völkerrecht vereinbar", sagte Ahmetovic dem Nachrichtenportal "T-Online" am Donnerstag. "Sollte die Bundesregierung zu derselben EinschĂ€tzung gelangen, wird zu prĂŒfen sein, ob und inwieweit die Nutzung von Standorten wie Ramstein in diesem Zusammenhang rechtlich zulĂ€ssig ist - im Zweifel auch gerichtlich."

US-Basen in Deutschland wie die LuftwaffenstĂŒtzpunkte in Ramstein und Spangdahlem spielen Experten zufolge eine wichtige Rolle fĂŒr die US-Luftoperationen gegen den Iran. Die Nutzung der StĂŒtzpunkte durch das US-MilitĂ€r ist ĂŒber das Nato-Truppenstatut und mehrere Zusatzabkommen geregelt. Sollte der Iran-Krieg als völkerrechtswidrige MilitĂ€roperation eingestuft werden, die von US-Einrichtungen auf deutschem Boden unterstĂŒtzt wird, gebe es Juristen zufolge auch rechtliche Risiken fĂŒr Deutschland. Eine völkerrechtliche Bewertung durch die Bundesregierung steht noch aus.

Der SPD-Politiker Ahmetovic lobte in diesem Zusammenhang die Maßnahmen der europĂ€ischen VerbĂŒndeten. "Richtig ist, dass mit Frankreich, Spanien und Italien zentrale europĂ€ische Partner aktuell die Nutzung ihrer Infrastruktur durch das US-MilitĂ€r einschrĂ€nken", erklĂ€rte er. Das unterstreiche, dass solche Fragen immer auch politisch und völkerrechtlich bewertet werden mĂŒssten.

Spanien hat dem US-MilitĂ€r bereits zu Kriegsbeginn die Nutzung seines Luftraums fĂŒr die MilitĂ€roperation untersagt. Frankreich, Italien und Großbritannien haben die Nutzung ihrer MilitĂ€rbasen eingeschrĂ€nkt.

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