Trump, Iran

Trump streckt Iran Hand aus - droht zugleich mit Vernichtung

04.02.2025 - 22:58:57 | dpa.de

Die Botschaft des US-PrĂ€sidenten an den Iran: zweischneidig. Zum einen bietet er GesprĂ€che an, redet ĂŒber einen möglichen Deal. Zum anderen droht er mit Sanktionen und nicht weniger als Auslöschung.

US-PrÀsident Trump brachte einen direkten Austausch mit dem Iran ins GesprÀch und bedachte Teheran zugleich mit harten Drohungen.  - Foto: Evan Vucci/AP/dpa
US-PrÀsident Trump brachte einen direkten Austausch mit dem Iran ins GesprÀch und bedachte Teheran zugleich mit harten Drohungen. - Foto: Evan Vucci/AP/dpa

US-PrĂ€sident Donald Trump hat sich mit einer Botschaft der GesprĂ€chsbereitschaft und gleichzeitiger HĂ€rte an den Iran gewandt. Der Republikaner brachte einen möglichen direkten Austausch mit der iranischen FĂŒhrung ins GesprĂ€ch. Auf die Frage, ob er persönlich mit seinem iranischen Counterpart sprechen wĂŒrde, sagte Trump im Weißen Haus in Washington: «Das wĂŒrde ich.» 

Es sei ihm egal, ob er den ersten Schritt machen wĂŒrde oder die iranische Seite. Wichtig sei es, miteinander zu reden. «Wir werden sehen, ob wir einen Deal mit dem Iran vereinbaren oder ausarbeiten können oder nicht», sagte Trump. Es gehe ihm vor allem darum zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen komme. «Wir wollen gegenĂŒber dem Iran nicht hart sein. Wir wollen gegen niemanden hart sein. Aber sie dĂŒrfen einfach keine Atomwaffen haben», betonte er.

Die USA und der Iran unterhalten keine diplomatischen Beziehungen - ein GesprÀch Trumps etwa mit dem iranischen PrÀsidenten Massoud Peseschkian wÀre daher höchst ungewöhnlich. 

Zuckerbrot und Peitsche 

Gleichzeitig ordnete der Republikaner eine neue Druckkampagne gegen den Iran an und richtete harte Drohungen gegen Teheran. Er kĂŒndigte an, dass seine Regierung «maximalen Druck» auf den Iran ausĂŒben werde. Weitere Mittel - unter anderem Sanktionen - sollen demnach angestoßen werden. Diese sollten das Land daran hindern, sein Nuklearprogramm voranzutreiben und terroristische Gruppen in anderen LĂ€ndern zu unterstĂŒtzen. Dabei schloss Trump auch nicht aus, den Verkauf von iranischem Öl zu blockieren. 

Trump sagte, er sei nicht froh darĂŒber, diese Dinge anzuordnen und hoffe, dass die Schritte nicht wirklich zum Einsatz kĂ€men, sondern die Probleme anders gelöst werden könnten. Direkt an den Iran gerichtet sagte er: «Ich wĂŒrde gerne ein großartiges Abkommen schließen, ein Abkommen, bei dem Sie mit Ihrem Leben weitermachen können, und Sie werden es wunderbar haben.» Er hoffe, dass dies gelinge, «damit es nicht zu einer sehr katastrophalen Situation kommt». 

Trump droht dem Iran mit Vernichtung

Zugleich drohte er dem Iran mit einer «totalen Vernichtung», falls das Land einen Racheakt planen und ein Attentat auf ihn verĂŒben sollte. Auf eine entsprechende Nachfrage von Reportern sagte Trump: «Es wĂ€re schrecklich, wenn sie das tun wĂŒrden (...). Wenn sie das tĂ€ten, wĂŒrden sie ausgelöscht werden. Das wĂ€re das Ende.» Trump schob nach: «Ich habe Anweisungen hinterlassen. Wenn sie es tun, werden sie ausgelöscht.»

Im PrĂ€sidentschaftswahlkampf hatte Trumps Team mitgeteilt, dass der Republikaner vom US-Geheimdienst informiert worden sei - Â«ĂŒber reale und konkrete Bedrohungen aus dem Iran, ihn zu ermorden». 2020 hatte das US-MilitĂ€r auf Trumps Anweisung den iranischen General Ghassem Soleimani getötet.

Die iranische FĂŒhrung sieht die USA als Erzfeind. Die US-Regierung traktiert den Iran auch seit langem mit weitreichenden Sanktionen.

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