Irak, USA

Angespannte Sicherheitslage: Bundeswehr reduziert PrÀsenz im Irak

04.02.2026 - 21:26:48

Die Bundeswehr bereitet sich offenbar auf eine drohende militĂ€rische Eskalation zwischen den USA und dem Iran vor.Dem "Spiegel" zufolge hat das Operative FĂŒhrungskommando entschieden, die deutschen KrĂ€fte im Nordirak deutlich zu reduzieren.

Nicht missionskritisches Personal wurde vorsorglich aus dem Irak verlegt. Die Sicherheitsmaßnahme sei wegen der "weiter zunehmenden Spannungen zwischen USA und Iran" nötig, heißt es in einer Information fĂŒr den Bundestag.

Die Bundeswehr unterstĂŒtzt im Irak den Aufbau der lokalen StreitkrĂ€fte. Schwerpunkt ist die Kurden-Metropole Erbil im Norden des Irak, in der Hauptstadt Bagdad sind nur noch einzelne Soldaten als Berater eingesetzt. Zuletzt hatte die Bundeswehr fĂŒr die Mission um die 300 Soldaten im Einsatz. Der grĂ¶ĂŸte Teil davon ist allerdings in Jordanien stationiert, wo die Luftwaffe in al-Azraq seit Jahren ein kleines Feldlager betreibt und die internationale Anti-Terror-Koalition unter anderem mit Tankflugzeugen unterstĂŒtzt.

Bereits Ende Januar wurde die Gefahrenstufe fĂŒr den Nordirak wegen "der zunehmenden Gefahr einer militĂ€rischen Auseinandersetzung mit Iran" verschĂ€rft. Wegen der gemeinsamen Nutzung von StĂŒtzpunkten mit US-StreitkrĂ€ften bestehe eine "mittelbare GefĂ€hrdung" fĂŒr die Bundeswehr, so ein aktueller Lagebericht. In der Vergangenheit hatte das iranische Regime in Spannungssituationen mehrfach versucht, US-StreitkrĂ€fte im Nordirak mit Raketen anzugreifen.

@ dts-nachrichtenagentur.de