Trump und sein «Freund» Xi beginnen GesprÀche in Peking
14.05.2026 - 06:34:09 | dpa.deZum Auftakt des Besuchs von US-PrĂ€sident Donald Trump in China haben sich beide Seiten mit betont freundlichen Worten um ein stabileres VerhĂ€ltnis der GroĂmĂ€chte bemĂŒht. Nach einem Empfang mit militĂ€rischen Ehren lobte Trump Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ausdrĂŒcklich. Der Gastgeber in Peking wiederum sagte, er sei ĂŒberzeugt, dass die gemeinsamen Interessen zwischen den USA und China gröĂer seien als die Differenzen. Der jeweilige Erfolg beider LĂ€nder sei fĂŒr das andere eine Chance, sagte Xi.Â
Die beiden gröĂten Volkswirtschaften der Welt befinden sich in einem erbitterten Handelskonflikt. Trump, der China im vergangenen Jahr noch mit horrenden Zöllen gedroht hatte, sagte zu Beginn des GesprĂ€chs mit Xi, die USA und China hĂ€tten eine «fantastische» gemeinsame Zukunft. Der US-PrĂ€sident lobte den Gastgeber als «groĂartige FĂŒhrungspersönlichkeit». «Manchmal mögen Leute das nicht, wenn ich das sage, aber ich sage es trotzdem, weil es wahr ist», sagte Trump weiter. «Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein.»
Die GesprĂ€che wĂ€hrend Trumps Staatsbesuch in Peking dĂŒrften von Handelsfragen geprĂ€gt sein. Der US-PrĂ€sident wurde von einer groĂen Wirtschaftsdelegation begleitet, darunter Tech-MilliardĂ€r Elon Musk und Apple-Chef Tim Cook. Auch der Chef des Chipherstellers Nvidia, Jensen Huang, war dabei. Die von dem Unternehmen produzierten Halbleiter gelten als besonders wichtig fĂŒr die Entwicklung KĂŒnstlicher Intelligenz.Â
Erwartet wird, dass auch der Iran-Krieg Thema der Unterredungen sein wird. Die USA erhoffen sich Hilfe von China bei der Sicherung der fĂŒr den Ăl- und FlĂŒssiggastransport wichtigen StraĂe von Hormus. China ist normalerweise der gröĂte Abnehmer iranischen Ăls.Â
Xi: Partner und nicht Gegner sein
Xi sagte, stabile chinesisch-amerikanische Beziehungen seien «gut fĂŒr die Welt». Beide Seiten sollten Partner und nicht Gegner sein. Er warf auch die Frage auf, ob China und die USA ein «neues Modell fĂŒr die Beziehungen zwischen GroĂmĂ€chten» schaffen könnten. Dabei stellte Xi das VerhĂ€ltnis beider LĂ€nder in den Kontext einer möglichen gefĂ€hrlichen RivalitĂ€t: Er sprach die nach einem Historiker der griechischen Antike benannte «Thukydides-Falle» an. Damit ist die Gefahr gemeint, dass eine aufstrebende Macht und eine etablierte FĂŒhrungsmacht in eine gefĂ€hrliche Konfrontation geraten.
Xi hatte Trump zuvor mit militĂ€rischen Ehren an der GroĂen Halle des Volkes im Herzen der chinesischen Hauptstadt empfangen. Beide schĂŒttelten sich lĂ€nger die Hand. Trump applaudierte zudem Kindern, die hĂŒpfend und jubelnd kleine US-Flaggen und Blumen in die Höhen streckten. Trumps sagte spĂ€ter, dass er die Kinder «groĂartig» gefunden habe.
Taiwan wird wohl auch Thema sein
Trump und Xi hatten sich zuletzt Ende Oktober im Vorfeld eines Gipfeltreffens in SĂŒdkorea getroffen und dort eine Pause im laufenden Zollstreit vereinbart. Neben Handelsfragen dĂŒrfte fĂŒr China die Kritik am US-RĂŒckhalt fĂŒr die unabhĂ€ngige und demokratisch regierte Inselrepublik Taiwan wichtig sein, die sich Peking einverleiben will.Â
Kurz vor dem Auftakt des Treffens mahnte Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua stabile Beziehungen an. In einem Kommentar hieĂ es, die Beziehungen zwischen China und den USA seien «zu wichtig, um zu scheitern». Bei groĂen internationalen Fragen - von Handel und FinanzmĂ€rkten bis zu Klima und KĂŒnstlicher Intelligenz - komme es auf die Abstimmung zwischen Peking und Washington an.Â
Ein Treffen werde nicht alle Probleme lösen, schrieb Xinhua, die als Sprachrohr der Kommunistischen Partei gilt. Es könne aber helfen, die Kommunikation zu stÀrken und Vertrauen wieder aufzubauen.
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