USA, China

Trump und sein «Freund» Xi beginnen GesprÀche in Peking

14.05.2026 - 06:34:09 | dpa.de

Die Staatschefs der beiden GroßmĂ€chte USA und China kommen zu einem seltenen Treffen zusammen. Sie fĂŒhren einen erbitterten Handelskonflikt. Doch es gibt erst einmal warme Worte.

  • Bei dem Treffen geht es auch um die Handelsbeziehungen der beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    Bei dem Treffen geht es auch um die Handelsbeziehungen der beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
  • US-PrĂ€sident Donald Trump wurde mit militĂ€rischen Ehren empfangen. - Foto: Maxim Shemetov/Pool Reuters/AP/dpa
    US-PrÀsident Donald Trump wurde mit militÀrischen Ehren empfangen. - Foto: Maxim Shemetov/Pool Reuters/AP/dpa
  • Langes HĂ€ndelschĂŒtteln zu Beginn.  - Foto: Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa
    Langes HĂ€ndelschĂŒtteln zu Beginn. - Foto: Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa
  • Tech-MilliardĂ€r Elon Musk ist mitgereist.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    Tech-MilliardÀr Elon Musk ist mitgereist. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
  • Trump fand die Kinder toll.  - Foto: Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa
    Trump fand die Kinder toll. - Foto: Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa
  • China und die USA stehen in einem erbitterten Handelskonflikt.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    China und die USA stehen in einem erbitterten Handelskonflikt. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
Bei dem Treffen geht es auch um die Handelsbeziehungen der beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa US-PrĂ€sident Donald Trump wurde mit militĂ€rischen Ehren empfangen. - Foto: Maxim Shemetov/Pool Reuters/AP/dpa Langes HĂ€ndelschĂŒtteln zu Beginn.  - Foto: Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa Tech-MilliardĂ€r Elon Musk ist mitgereist.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa Trump fand die Kinder toll.  - Foto: Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa China und die USA stehen in einem erbitterten Handelskonflikt.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Zum Auftakt des Besuchs von US-PrĂ€sident Donald Trump in China haben sich beide Seiten mit betont freundlichen Worten um ein stabileres VerhĂ€ltnis der GroßmĂ€chte bemĂŒht. Nach einem Empfang mit militĂ€rischen Ehren lobte Trump Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ausdrĂŒcklich. Der Gastgeber in Peking wiederum sagte, er sei ĂŒberzeugt, dass die gemeinsamen Interessen zwischen den USA und China grĂ¶ĂŸer seien als die Differenzen. Der jeweilige Erfolg beider LĂ€nder sei fĂŒr das andere eine Chance, sagte Xi. 

Die beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Welt befinden sich in einem erbitterten Handelskonflikt. Trump, der China im vergangenen Jahr noch mit horrenden Zöllen gedroht hatte, sagte zu Beginn des GesprĂ€chs mit Xi, die USA und China hĂ€tten eine «fantastische» gemeinsame Zukunft. Der US-PrĂ€sident lobte den Gastgeber als «großartige FĂŒhrungspersönlichkeit». «Manchmal mögen Leute das nicht, wenn ich das sage, aber ich sage es trotzdem, weil es wahr ist», sagte Trump weiter. «Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein.»

Die GesprĂ€che wĂ€hrend Trumps Staatsbesuch in Peking dĂŒrften von Handelsfragen geprĂ€gt sein. Der US-PrĂ€sident wurde von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet, darunter Tech-MilliardĂ€r Elon Musk und Apple-Chef Tim Cook. Auch der Chef des Chipherstellers Nvidia, Jensen Huang, war dabei. Die von dem Unternehmen produzierten Halbleiter gelten als besonders wichtig fĂŒr die Entwicklung KĂŒnstlicher Intelligenz. 

Erwartet wird, dass auch der Iran-Krieg Thema der Unterredungen sein wird. Die USA erhoffen sich Hilfe von China bei der Sicherung der fĂŒr den Öl- und FlĂŒssiggastransport wichtigen Straße von Hormus. China ist normalerweise der grĂ¶ĂŸte Abnehmer iranischen Öls. 

Xi: Partner und nicht Gegner sein

Xi sagte, stabile chinesisch-amerikanische Beziehungen seien «gut fĂŒr die Welt». Beide Seiten sollten Partner und nicht Gegner sein. Er warf auch die Frage auf, ob China und die USA ein «neues Modell fĂŒr die Beziehungen zwischen GroßmĂ€chten» schaffen könnten. Dabei stellte Xi das VerhĂ€ltnis beider LĂ€nder in den Kontext einer möglichen gefĂ€hrlichen RivalitĂ€t: Er sprach die nach einem Historiker der griechischen Antike benannte «Thukydides-Falle» an. Damit ist die Gefahr gemeint, dass eine aufstrebende Macht und eine etablierte FĂŒhrungsmacht in eine gefĂ€hrliche Konfrontation geraten.

Xi hatte Trump zuvor mit militĂ€rischen Ehren an der Großen Halle des Volkes im Herzen der chinesischen Hauptstadt empfangen. Beide schĂŒttelten sich lĂ€nger die Hand. Trump applaudierte zudem Kindern, die hĂŒpfend und jubelnd kleine US-Flaggen und Blumen in die Höhen streckten. Trumps sagte spĂ€ter, dass er die Kinder «großartig» gefunden habe.

Taiwan wird wohl auch Thema sein

Trump und Xi hatten sich zuletzt Ende Oktober im Vorfeld eines Gipfeltreffens in SĂŒdkorea getroffen und dort eine Pause im laufenden Zollstreit vereinbart. Neben Handelsfragen dĂŒrfte fĂŒr China die Kritik am US-RĂŒckhalt fĂŒr die unabhĂ€ngige und demokratisch regierte Inselrepublik Taiwan wichtig sein, die sich Peking einverleiben will. 

Kurz vor dem Auftakt des Treffens mahnte Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua stabile Beziehungen an. In einem Kommentar hieß es, die Beziehungen zwischen China und den USA seien «zu wichtig, um zu scheitern». Bei großen internationalen Fragen - von Handel und FinanzmĂ€rkten bis zu Klima und KĂŒnstlicher Intelligenz - komme es auf die Abstimmung zwischen Peking und Washington an. 

Ein Treffen werde nicht alle Probleme lösen, schrieb Xinhua, die als Sprachrohr der Kommunistischen Partei gilt. Es könne aber helfen, die Kommunikation zu stÀrken und Vertrauen wieder aufzubauen.

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