Ukraine, Russland

Medien: USA und Russland handeln Plan fĂŒr Kriegsende aus

19.11.2025 - 19:53:36 | dpa.de

Die USA machen mit Sanktionen Druck auf Russland, doch hinter den Kulissen scheint weiter verhandelt worden zu sein. Von der angegriffenen Ukraine werden große ZugestĂ€ndnisse verlangt.

Kreml-UnterhÀndler Dmitrijew und der US-Sondergesandte Witkoff sollen den Friedensplan ausgearbeitet haben. (Archivbild) - Foto: Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Kreml-UnterhÀndler Dmitrijew und der US-Sondergesandte Witkoff sollen den Friedensplan ausgearbeitet haben. (Archivbild) - Foto: Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Die US-FĂŒhrung von PrĂ€sident Donald Trump hat Medienberichten zufolge im Geheimen mit Moskau einen neuen Plan fĂŒr ein Kriegsende in der Ukraine ausgearbeitet. Von dem angegriffenen Land verlange der Rahmenentwurf große ZugestĂ€ndnisse, berichtete die «Financial Times»: Die Ukraine solle die umkĂ€mpften Gebiete Donezk und Luhansk vollstĂ€ndig rĂ€umen und EinschrĂ€nkungen bei ihrer Bewaffnung hinnehmen. Die Zeitung berief sich auf Personen, die an dem GesprĂ€chsprozess beteiligt waren.

Kiewer FĂŒhrung angeblich ĂŒber Plan informiert

Das Nachrichtenportal «Axios» in Washington berichtete, der Plan sei Ende Oktober von Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff und dem Moskauer Vertreter Kirill Dmitrijew ausgehandelt worden. Den Angaben nach soll Witkoff den Plan dem Chef des ukrainischen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, zur Kenntnis gegeben haben.

In Moskau sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, es gebe zwischen Russland und den USA keine neuen VorschlĂ€ge fĂŒr ein Kriegsende. Es gelte weiter, was von Kremlchef Wladimir Putin und Trump bei ihrem Gipfel im Alaska im August besprochen worden sei. Der neue Plan entspricht nach EinschĂ€tzung der «Financial Times» weitgehend den russischen Forderungen an Kiew.

Katar und TĂŒrkei beteiligt

Wie bei Trumps Friedensinitiative fĂŒr Gaza sollen laut «Axios» Katar und die TĂŒrkei auch an dem Ukraine-Plan beteiligt gewesen sein. Der tĂŒrkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan sprach am Mittwoch in Ankara mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj und forderte Moskau und Kiew zu neuen Verhandlungen auf.

Trump hatte Moskau zuletzt mit Sanktionen gegen die Ölkonzerne Rosneft und Lukoil unter Druck gesetzt. Die russische Armee ist vor mehr als dreieinhalb Jahren auf Putins Befehl auf breiter Front in die Ukraine einmarschiert.

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