Iran, USA

Abgeschossener US-Jet im Iran setzt Trump unter Druck

04.04.2026 - 05:01:42 | dpa.de

Ein US-Kampfjet stürzt nach feindlichem Beschuss über dem Iran ab. Eine Rettungsmission läuft. Davor erweckten die USA den Eindruck, die Lufthoheit über dem Land erlangt zu haben.

  • Ein Kampfflugzeug vom Type F-15E ist über dem Iran abgeschossen worden. (Archivbild) - Foto: Jonathan Brady/PA Wire/dpa
  • Laut Trump hat der Absturz des Kampfjets keinen Einfluss auf mögliche Gespräche. (Archivbild) - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
  • Auch ein Kampfjet vom Typ A-10, der an der Such- und Rettungsmission beteiligt war, stürzte ab. (Archivbild) - Foto: Uncredited/U.S. Air Force via DVIDS/dpa
  • Die USA und Israel fliegen immer wieder Luftangriffe auf Ziele in Teheran. (Archivbild) - Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
Ein Kampfflugzeug vom Type F-15E ist über dem Iran abgeschossen worden. (Archivbild) - Foto: Jonathan Brady/PA Wire/dpa Laut Trump hat der Absturz des Kampfjets keinen Einfluss auf mögliche Gespräche. (Archivbild) - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa Auch ein Kampfjet vom Typ A-10, der an der Such- und Rettungsmission beteiligt war, stürzte ab. (Archivbild)  - Foto: Uncredited/U.S. Air Force via DVIDS/dpa Die USA und Israel fliegen immer wieder Luftangriffe auf Ziele in Teheran. (Archivbild) - Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

Nach dem ersten feindlichen Abschuss eines US-Kampfjets im Iran seit Kriegsbeginn ist der Verbleib eines Besatzungsmitglieds ungewiss. Nach fünf Wochen Kampfhandlungen war es laut iranischen Angaben und US-Medienberichten nicht der einzige Rückschlag, den die Vereinigten Staaten am Freitag erlitten: Demnach traf der Iran auch ein US-Kampfflugzeug vom Typ A-10 in der Region des Persischen Golfs nahe der Straße von Hormus.

Wie die Sender NBC News und CBS News unter Berufung auf US-Beamte berichteten, unterstützte die Maschine eine Such- und Rettungsmission, nachdem der Iran zuvor den Kampfjet vom Typ F-15E über seinem Territorium abgeschossen hatte. Der Pilot des Flugzeugs vom Typ A-10 schaffte es mehreren US-Medien zufolge, seine beschädigte Maschine in den Luftraum Kuwaits zu steuern und sich in Sicherheit zu bringen. 

Der Iran traf nach Informationen von NBC News und der «Washington Post» auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die demnach ebenfalls an den Such- und Rettungsmaßnahmen beteiligt waren. Soldaten seien verletzt worden, konnten sich aber in Sicherheit bringen, hieß es. 

Die Vorfälle stellen eine weitere Eskalation des von den USA und Israel begonnenen Krieges dar und zeigen: Der Iran ist immer noch dazu in der Lage, den Angreifern gefährlich zu werden. Präsident Donald Trump setzt das unter Druck. Er und sein Team hatten zuletzt den Eindruck erweckt, dass US-Flugzeuge in Irans Luftraum keine Angriffe mehr fürchten mussten. Die USA hätten die Lufthoheit erlangt, hieß es. Immer wieder suggerierte der Präsident: Die militärischen Fähigkeiten Teherans seien bereits nahezu vernichtet. 

Wie Trump darauf reagiert

Die USA hielten sich nach den Rückschlägen zunächst sehr bedeckt. Eines der beiden Besatzungsmitglieder der Maschine vom Typ F-15E konnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge nach dem Absturz gerettet werden. 

Auf die Frage, was er tun würde, falls das noch gesuchte, andere Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, sagte Trump laut der britischen Zeitung «The Independent» in einem Telefoninterview: «Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.» Etwaige Gespräche mit dem Iran sieht Trump durch den Absturz des Kampfjets NBC News zufolge nicht beeinflusst. 

Der Präsident, der die US-Hauptstadt sonst freitags oft verlässt, um das Wochenende etwa in seinem Club Mar-a-Lago in Florida zu verbringen, bleibt laut seines offiziellen Terminplans an diesem Samstag in Washington. 

Schwere Angriffe auf Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran kam es unterdessen am späten Freitagabend zu neuen schweren Angriffen. Anwohner im Norden der Stadt berichteten von massiven Explosionen, die ganze Gebäude zum Zittern gebracht hätten. Menschen seien in Panik auf die Straße gelaufen. Einem örtlichen Medienbericht zufolge wurden Ziele im wohlhabenden Stadtteil Niawaran angegriffen. 

Auch Bewohner des Westens der Stadt hätten einander nach den umfangreichen Angriffen angerufen, um sich gegenseitig zu versichern, dass sie noch am Leben seien, hieß es weiter. Augenzeugen sagten, es seien mehrere Einsatzwagen auf den Straßen gewesen und «überall Rauch».

Am Freitag war der letzte Tag der zweiwöchigen persischen Neujahrsferien, weswegen viele Menschen wieder in die Hauptstadt zurückgekehrt waren. «Nun aber packen sie und wollen wieder raus», sagte ein Bewohner Teherans.

Als Vergeltung für die amerikanisch-israelischen Angriffe nimmt der Iran immer wieder Ziele in den Staaten am Persischen Golf ins Visier, die Teheran für US-Verbündete hält. In der Nacht heulten etwa in Bahrain die Sirenen, die Bürger wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. 

In Dubai stürzten nach einem Einsatz der Luftabwehr Trümmer auf die Fassade eines Gebäudes im Stadtteil Dubai Marina. Es habe kein Feuer gegeben, niemand sei verletzt worden, hieß es. In Israel meldeten die Behörden nach einem Raketenbeschuss ebenfalls Schäden.

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