EU, USA

Forderung nach EU-Reaktion auf US-VisabeschrĂ€nkungen fĂŒr Medien

Veröffentlicht am: 23.11.2025 um 22:24 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

EuropĂ€ische Sender und Abgeordnete drĂ€ngen EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen und Außenbeauftragte Kaja Kallas, gegen die geplanten Visa-BeschrĂ€nkungen der US-Regierung fĂŒr auslĂ€ndische Journalisten vorzugehen.

Mikrofone von Journalisten (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Mikrofone von Journalisten (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
In einem Brief, ĂŒber den das "Handelsblatt" (Montagsausgabe) berichtet, fordert die EuropĂ€ische Rundfunkunion (EBU) die Kommission auf, aktiv einzugreifen. Die US-Regierung will die GĂŒltigkeit von Journalistenvisa von bislang fĂŒnf Jahren auf nur noch acht Monate verkĂŒrzen. "Das ist ein Mittel, das wir sonst nur aus autoritĂ€ren Staaten kennen", sagte Pascal Albrechtskirchinger, Leiter der ZDF-Vertretung in BrĂŒssel.

Ziel der Neuregelung sei es, "die Berichterstattung durch auslĂ€ndische Medien, die die Regierung nur schwer kontrollieren kann, zu erschweren". In dem Schreiben im Namen von 43.000 Journalisten heißt es, die Möglichkeit unabhĂ€ngiger Berichterstattung aus den USA sei unabdingbar, "damit die Welt weiterhin korrekt darĂŒber informiert bleibt, was in den USA geschieht". In einem zweiten Schreiben fordern die Fraktionschefs von CDU/CSU, SPD, GrĂŒnen und FDP im Europaparlament die KommissionsprĂ€sidentin von der Leyen auf, sich klar gegen diese EinschrĂ€nkung der Pressefreiheit in den USA auszusprechen. "Zu dieser Entwicklung zu schweigen, wĂŒrde ein verheerendes Signal senden." Eine Kommissionssprecherin wollte die Schreiben nicht kommentieren.

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