USA, DĂ€nemark

Grönlands Wirtschaftsministerin: Keine Rahmenvereinbarung mit USA

29.01.2026 - 14:11:00

Grönlands Wirtschaftsministerin Naaja Nathanielsen hat den Darstellungen von US-PrÀsident Donald Trump zu einer konkreten Rahmenvereinbarung, die den USA neue Rechte in Grönland einrÀumt, widersprochen."Es gibt keine Rahmenvereinbarung", sagte die Ministerin der FAZ.

Der Dialog mĂŒsse erst beginnen. "Im Moment haben wir nichts Konkretes dazu gehört, welche Themen die Amerikaner besprechen wollen", sagte Nathanielsen. Sie rechne mit GesprĂ€chen auf Nato-Ebene ĂŒber verstĂ€rkte militĂ€rische PrĂ€senz im hohen Norden. Zudem stehe ein trilateraler Dialog mit Grönland, der US-Regierung und DĂ€nemark ĂŒber Verteidigung, nationale Sicherheit und die Aktualisierung eines Abkommens von 1951 ĂŒber militĂ€rische PrĂ€senz an.

"Und dann gab es Medienberichte ĂŒber Mineralien; dazu haben wir von der US-Administration aber nichts Konkretes gehört", sagte die Ministerin, die auch fĂŒr die grönlĂ€ndischen Rohstoffe zustĂ€ndig ist. Trump hatte "Fox Business News" gesagt: "Wir bekommen alles, was wir wollten - absolute Sicherheit, uneingeschrĂ€nkten Zugang zu allem." Nach Nathanielsens Worten gebe es bislang nur eine reine AbsichtserklĂ€rung. Im zurĂŒckliegenden Jahr habe es kein erhöhtes Interesse von US-Unternehmen an der Rohstoffgewinnung in ihrem Land gegeben.

Dabei sei man durchaus offen dafĂŒr: Grönland sei "sehr interessiert, Investitionsbeziehungen mit den USA zu entwickeln - aber wir wollen, dass sie den `Vordereingang` nutzen. Wir wollen, dass sie sich an unsere Regeln und Vorschriften halten, und als einfache Basis: internationales Recht respektieren. Wenn das alles erfĂŒllt ist, heißen wir sie willkommen", sagte Nathanielsen der FAZ.

@ dts-nachrichtenagentur.de