Haftstrafen fĂŒr AnhĂ€nger der rechtsextremen «Oath Keepers»
03.06.2023 - 00:42:53 | dpa.de
Fast zweieinhalb Jahre nach dem Sturm auf das US-Kapitol in Washington sind vier weitere Mitglieder der rechtsextremen Miliz «Oath Keepers» zu Haftstrafen verurteilt worden. Sie waren bereits im Januar unter anderem der aufrĂŒhrerischen Verschwörung fĂŒr schuldig befunden worden - ein in der Justizgeschichte des Landes nur sehr selten angewandter Straftatbestand. Das US-Justizministerium teilte am Freitag mit, die vier MĂ€nner mĂŒssten nun zwischen drei bis viereinhalb Jahren ins GefĂ€ngnis. Der GrĂŒnder der Miliz war Ende Mai zu 18 Jahren verurteilt worden - die bislang hĂ€rteste Strafe im Zusammenhang mit dem Sturm auf das US-Kapitol.
AnhĂ€nger des damaligen abgewĂ€hlten PrĂ€sidenten Donald Trump hatten am 6. Januar 2021 das GebĂ€ude des Parlaments in Washington erstĂŒrmt, um zu verhindern, dass der Wahlsieg des Demokraten Joe Biden vom November 2020 bestĂ€tigt wird - mehrere Menschen kamen ums Leben. Die Attacke auf das Herz der US-Demokratie erschĂŒtterte das Land. Trump hatte seine AnhĂ€nger zuvor in einer Ansprache angestachelt.
Die Beweise zeigten, dass die vier nun zu GefĂ€ngnisstrafen verurteilten MĂ€nner ein Komplott geschmiedet hatten - mit dem Ziel, den demokratischen Machtwechsel nach der PrĂ€sidentenwahl 2020 mit Gewalt zu verhindern, teilte das Justizministerium mit. Dazu hĂ€tten sie unter anderem eine «schnelle Eingreiftruppe» zusammengestellt. Ab Dezember 2020 hĂ€tten die MĂ€nner gemeinsam mit anderen ĂŒber verschlĂŒsselte Kommunikationswege die Reise nach Washington geplant und auch Waffen und SchutzausrĂŒstung organisiert.
Die AnwĂ€lte der MĂ€nner hatten wĂ€hrend des Prozesses argumentiert, dass die Angeklagten keine Verschwörung geplant hĂ€tten und nur dem AnfĂŒhrer der Miliz gefolgt seien. Der Straftatbestand der Verschwörung ist nicht leicht zu belegen. DafĂŒr muss die Anklage nachweisen, dass zwei oder mehr Menschen sich verschworen haben, um die Regierung der USA zu stĂŒrzen oder um sich mit Gewalt ihrer AutoritĂ€t zu widersetzen.
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