Israel: Verteidigungsminister warnt Hisbollah scharf
08.08.2023 - 15:54:17Israels Verteidigungsminister Joav Galant hat am Dienstag gewarnt, man werde das Nachbarland Libanon im Fall eines neuen Kriegs mit der dort aktiven Hisbollah-Miliz «in die Steinzeit zurĂŒckversetzen». Galant reagierte mit diesen ĂuĂerungen auf wachsende Spannungen in der Grenzregion in den vergangenen Wochen.
Israel hatte der Hisbollah zuletzt vermehrte Provokationen vorgeworfen, etwa die Aufstellung zweier Zelte im umstrittenen Grenzgebiet. Auch um den geteilten Grenzort Ghadschar kam es zu neuen Spannungen. Die libanesische Hisbollah ist ein enger VerbĂŒndeter des Irans und erhĂ€lt von dort UnterstĂŒtzung. Die Organisation betrachtet zugleich Israel als Erzfeind und bekĂ€mpft das Nachbarland.
Bei einem Besuch im Grenzgebiet sagte Galant mit Blick auf interne Streitigkeiten um die Justizreform in Israel: «Der Feind muss verstehen, dass wir alle vereint sind, wenn es um die Sicherheit Israels geht. Ich warne die Hisbollah und (den Hisbollah-Chef) Nasrallah, keinen Fehler zu begehen.» Sie hĂ€tten in der Vergangenheit fĂŒr solche Fehler einen hohen Preis bezahlt.
Galant: Werden notfalls «jeden Meter» im Libanon angreifen
Im Kriegsfall «werden wir nicht zögern, unsere ganze StĂ€rke einzusetzen», sagte Galant. Man werde notfalls «jeden Meter» im Libanon angreifen. «Wir wollen keinen Krieg, aber wir sind bereit, unsere BĂŒrger, unsere Soldaten und unsere SouverĂ€nitĂ€t zu verteidigen.»
Die Blauhelme der Unifil ĂŒberwachen seit 1978 das Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Die beiden LĂ€nder befinden sich offiziell im Kriegszustand. Zuletzt war es 2006 zu einem einmonatigen Krieg zwischen beiden Seiten gekommen. An der Grenze kam es auch danach immer wieder zu Spannungen.


