Selenskyj, Angriffe

Selenskyj feiert Angriffe gegen russische MilitÀrflughÀfen

01.06.2025 - 20:48:06

Ukrainische Kampfdrohnen greifen mehrere russische MilitÀrflughÀfen - einen sogar in Sibirien - an und zerstören dort Bomber. PrÀsident Selenskyj feiert den Erfolg.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat den Überraschungsangriff seines Geheimdienstes SBU gegen mehrere russische MilitĂ€rflughĂ€fen als «absolut brillanten Erfolg» gefeiert. Dies sei die weitestreichende Operation der Ukraine im bisherigen Kriegsverlauf. «Ein Jahr, sechs Monate und neun Tage vom Planungsbeginn bis zur effektiven Umsetzung», schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Er habe den Geheimdienst angewiesen, die Öffentlichkeit ĂŒber einen Teil des Einsatzes zu informieren. 

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat in einer koordinierten Aktion mehrere russische MilitĂ€rflughĂ€fen attackiert und dabei nach eigener Darstellung ĂŒber 40 Kampf- und AufklĂ€rungsflugzeuge zerstört. Nach SBU-Angaben wurden damit etwa 34 Prozent der russischen Bomber zerstört, die in der Lage sind, Marschflugkörper abzusetzen. Den Wert der beschĂ€digten oder zerstörten Bomber bezifferte der SBU mit sieben Milliarden Dollar. Die Angaben sind nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfbar.

Das russische Verteidigungsministerium bestĂ€tigte den Drohnenangriff am frĂŒhen Abend und sprach von «TerroranschlĂ€gen» auf MilitĂ€rflughĂ€fen in den Regionen Iwanowo, Rjasan, Amur, Murmansk und Irkutsk.

Die Angriffe in den Regionen Iwanowo, Rjasan und Amur seien abgewehrt worden, hieß es aus Moskau. In den Regionen Murmansk und Irkutsk seien «einige» Flugzeuge durch Drohnenangriffe in Brand geraten, relativierte das russische Verteidigungsministerium die Auswirkungen der Angriffe. Die BrĂ€nde wurden demnach gelöscht. Es habe weder unter MilitĂ€rangehörigen noch unter Zivilisten Verletzte gegeben.

Kiew nennt Angriff «Aktion Spinnennetz»

Nach ukrainischen Angaben wurden bei der «Aktion Spinnennetz» Kampfflugzeuge vom Typ Tupolew Tu-95 sowie Tu-22 und spezielle FrĂŒhwarnflugzeuge Berijew A-50 zerstört. Nach offiziell unbestĂ€tigten Berichten setzte der ukrainische Geheimdienst Kampfdrohnen ein, die von Verstecken in HolzhĂ€usern gestartet wurden, die auf Lastwagen verladen waren. «Zum richtigen Zeitpunkt wurden die DĂ€cher ferngesteuert geöffnet, und die Drohnen flogen, um russische Bomber anzugreifen», hieß es. 

Eine unabhĂ€ngige BestĂ€tigung war nicht möglich. Die Agentur Ukrinform zeigte Fotos von den fĂŒr den speziellen Einsatz vorbereiteten Drohnen.

Die an der Aktion beteiligten Agenten seien bereits in die Ukraine zurĂŒckgekehrt, so der SBU und Selenskyj. Sollte Russland von Festnahmen berichten, so diene diese Behauptung «nur fĂŒr das heimische Publikum», verlautete aus dem SBU. Am frĂŒhen Abend berichteten die russischen SicherheitskrĂ€fte nach Angaben der Staatsagentur Tass, dass einige Beteiligte festgenommen worden seien.

@ dpa.de