Börsenbericht

Dax legt krÀftig zu - Finanztitel besonders gefragt

26.11.2025 - 17:50:54

Am Mittwoch hat der Dax erneut deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.726 Punkten berechnet, satte 1,1 Prozent höher als bei Vortagesschluss.

Dabei waren Finanztitel besonders gefragt. Allen voran Papiere der Commerzbank legten knapp sechs Prozent zu.

Als Grund wurden unter anderem Übernahmefantasien in Verbindung mit der Unicredit und das AktienrĂŒckkaufprogramm genannt. Aber auf Deutsche Bank und Allianz performten am Mittwoch ĂŒberdurchschnittlich, hinter Industrietiteln wie Infineon oder Siemens Energy, die beide um die vier Prozent zulegten. "WĂ€hrend die EuropĂ€ische Zentralbank erneut vor einer Blase an den AktienmĂ€rkten warnt, scheinen die Investoren ihre Angst diesbezĂŒglich gerade wieder komplett abzuschĂŒtteln", sagte Christine Romar von CMC Markets. Der US-Technologieindex Nasdaq sei wieder da angekommen, wo der Ausverkauf am vergangenen Donnerstag begann, der mit einem beinahe historischen Turnaround von fast fĂŒnf Prozent im tiefroten Bereich endete. Zwar bleibt die Nvidia-Aktie selbst noch weit hinter ihrem nach den starken Zahlen erreichten Niveau zurĂŒck, dafĂŒr gehen jetzt unter anderem mit Meta und vor allem Alphabet gerade neue, alte Sterne an der Wall Street auf. Statt das Kapital abzuziehen, suchen sich Anleger damit zum einen in ihren Augen gĂŒnstigere Alternativen und glauben weiter an das anhaltende Wachstum im Bereich KĂŒnstliche Intelligenz. Zum anderen ist auch die Aktie von Nvidia heute wieder gefragt, womit in New York zunĂ€chst das gewohnte Bild der vergangenen Monate vorherrscht, und der Bullenmarkt weitergehen kann. WĂ€hrend schwache US-Konjunkturdaten kurzfristig die Zinssenkungshoffnungen in den USA weiter befeuern, schießt sich die Wall Street auf Kevin Hassett als Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell ein, wenn dessen Amtszeit im kommenden Mai endet. Damit wackeln langfristig auch die bislang vom Markt erwarteten drei Prozent Leitzins in den USA Ende 2026. Als Trump-Getreuer und starker BefĂŒrworter einer lockeren Geldpolitik dĂŒrfte er den Spielraum nach unten, soweit es geht, ausreizen. Und niedrigere Zinsen sorgen fĂŒr mehr LiquiditĂ€t und Bewertungsfantasie, gerade bei den US-Technologieaktien. Gleichzeitig schreibt die EZB in ihrem halbjĂ€hrlichen FinanzstabilitĂ€tsbericht, dass sie eben diese StabilitĂ€t gerade gefĂ€hrdet sieht und "insbesondere der Aktienmarkt aufgrund anhaltend hoher Bewertungen anfĂ€llig fĂŒr stĂ€rkere Korrekturen ist". Da dann doch viele Anleger die Warnungen ernst nehmen dĂŒrften, könnte dies zunĂ€chst auch den Deckel fĂŒr den Deutschen Aktienindex in seiner aktuellen Erholung darstellen. Aus technischer Sicht hat sich allerdings mit der ZurĂŒckeroberung der 200-Tage-Linie das Bild wieder etwas aufgehellt, sagte Christine Romar von CMC Markets. Fundamental könnte ein möglicher Frieden in der Ukraine noch weiteres Potenzial freisetzen. "Noch ist damit das letzte Wort in Sachen Jahresendrally in Frankfurt nicht gesprochen", so die Analystin. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Mittwochnachmittag stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1599 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8621 Euro zu haben.

@ dts-nachrichtenagentur.de

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