Bundesrat entscheidet über Zuckersteuer und Energy-Drink-Verbot
26.03.2026 - 06:31:42 | boerse-global.deDer Bundesrat stimmt morgen über eine Zuckersteuer und ein Verkaufsverbot von Energy-Drinks an Minderjährige ab. Schleswig-Holstein fordert mit einem Entschließungsantrag diese drastischen Maßnahmen, um den hohen Zuckerkonsum bei Kindern und Jugendlichen einzudämmen. Die Debatte um wirksame Prävention erhält damit neuen Schwung.
Politischer Vorstoß mit klarer Botschaft
Die Landesregierung aus Kiel will mit der geplanten Abgabe auf stark zuckerhaltige Getränke ein Preissignal setzen. Das Ziel: Hersteller sollen den Zuckergehalt in ihren Produkten reduzieren. Gleichzeitig soll ein Verkaufsverbot von Energy-Drinks an unter 16-Jährige dem gezielten Marketing an Minderjährige einen Riegel vorschieben. Die Einnahmen aus der Steuer sollen zweckgebunden in Präventionsprogramme fließen.
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Freiwillige Selbstverpflichtungen der Lebensmittelbranche und Aufklärungskampagnen reichten bisher nicht aus, argumentieren die Befürworter. Der Konsum bleibt alarmierend hoch. Kann eine Steuer hier die Wende bringen?
Wissenschaft warnt vor lebenslangen Folgen
Gesundheitsexperten unterstützen den Vorstoß nachdrücklich. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) sieht in zuckergesüßten Getränken einen Haupttreiber für Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine aktuelle internationale Studie untermauert diese Sorge.
Die Analyse von Daten aus der britischen Biobank zeigt: Wer in den ersten Lebensjahren wenig Zucker konsumierte, hatte als Erwachsener ein deutlich geringeres Risiko für Herzerkrankungen. Die ersten 1000 Lebenstage prägen demnach die Gesundheit ein Leben lang. Fachleute fordern deshalb weitreichende Maßnahmen – auch gegen an Kinder gerichtete Werbung für Süßigkeiten.
Nutri-Score und Selbstverpflichtung: Bisherige Maßnahmen
Bereits bestehende Initiativen werden verschärft. Seit Januar gilt eine strengere Berechnung des Nutri-Scores. Zucker und Salz schlagen nun stärker zu Buche, was bei vielen Produkten zu einer schlechteren Bewertung führt.
Parallel läuft die Nationale Reduktionsstrategie des Bundesernährungsministeriums. Elf Wirtschaftsverbände hatten sich verpflichtet, den Zuckergehalt in Kinderprodukten bis Ende 2025 um bis zu 20 Prozent zu senken. Ein Abschlussbericht dazu steht jedoch noch aus. Klar ist: Der Zuckerkonsum liegt weiter deutlich über den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
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Deutschland hinkt international hinterher
Während hierzulande noch debattiert wird, haben andere Länder bereits gehandelt. Großbritannien, Mexiko und Teile der USA führten erfolgreich Steuern auf zuckerhaltige Getränke ein. Auch die neuen US-Ernährungsrichtlinien empfehlen für Kindern unter zehn Jahren einen kompletten Verzicht auf Süßstoffe und zuckerhaltige Getränke.
Die deutsche Realität sieht anders aus: Kinder und Jugendliche nehmen im Schnitt bis zu 17,5 Prozent ihrer Energie aus freiem Zucker auf – die WHO empfiehlt maximal 10 Prozent. Ein Viertel des Zuckers müsste eingespart werden. Besonders problematisch sind speziell für Kinder beworbene Produkte und Limonaden.
Komplexe Herausforderung erfordert viele Lösungen
Die morgige Abstimmung im Bundesrat sendet ein wichtiges Signal. Doch selbst wenn der Antrag an die Bundesregierung geht, ist die Aufgabe nicht gelöst. Die Reduzierung des Zuckerkonsums bleibt eine Mammutaufgabe.
Erfolg verspricht nur ein Mix aus Maßnahmen: gesetzliche Rahmenbedingungen wie Steuern oder Werbebeschränkungen, brancheninterne Innovationen und vor allem bessere Aufklärung in Familien und Schulen. Aktuelle Elternempfehlungen setzen auf kleine Schritte und gesündere Alternativen statt auf rigorose Verbote. Der Weg zu einer gesünderen jungen Generation ist noch lang.
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