Devisen, Euro

Devisen: Euro steigt nach Waffenruhe im Iran-Krieg zeitweise ĂŒber 1,17 US-Dollar

08.04.2026 - 16:32:17 | dpa.de

Der Euro EU0009652759 hat am Mittwoch nach der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA deutlich zugelegt.

Er kletterte auch zeitweise ĂŒber die Marke von 1,17 US-Dollar. Am Nachmittag notierte der Euro mit 1,1697 Dollar nur leicht unter seinem Tageshoch. Dies war rund einen Cent mehr als vor der Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1706 (Dienstag: 1,1557) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8542 (0,8652) Euro.

In der Nacht einigten sich der Iran und die Vereinigten Staaten unmittelbar vor dem Ende eines erneuten Ultimatums von US-PrĂ€sident Donald Trump auf eine Feuerpause. Irans Außenminister kĂŒndigte zugleich eine Öffnung der Straße von Hormus an. Mit Erleichterung reagierten die FinanzmĂ€rkte. Die Unsicherheit an den MĂ€rkten bleibt jedoch hoch. Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunĂ€chst unbekannt.

Der Euro war zu Beginn des Iran-Kriegs stark unter Druck geraten. Nach den Angriffen Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran und dessen GegenschlÀgen sackte der Euro von rund 1,18 auf fast 1,14 Dollar Mitte MÀrz ab, bevor er sich schrittweise erholte. Der Dollar hatte zu Beginn des Iran-Kriegs vor allem von der gestiegenen Unsicherheit an den FinanzmÀrkten profitiert.

Zum einen gilt der Dollar als sogenannter sicherer Hafen, da Investoren sich von risikoreichen Anlagen trennen und Dollar kaufen. Zudem sind die USA im Gegensatz zu den LĂ€ndern der Eurozone ein wichtiges Rohölförderland und auch Nettoexporteur. Auch wird Rohöl ĂŒberwiegend in Dollar bezahlt. Die Ölpreise haben seit Beginn des Iran-Kriegs krĂ€ftig zugelegt, sodass der Dollar auch deswegen stĂ€rker nachgefragt war.

"An den FinanzmĂ€rkten ist Aufatmen angesagt", schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Mit dem Waffenstillstand bleibe vorerst eine weitere Eskalation aus. Vor allem die deutlich gefallenen Ölpreise lassen dem Experten zufolge Hoffnungen keimen, dass der Anstieg der Inflationsraten eine kurze Episode bleiben wird. Hohe Energiepreise dĂŒrften zwar die Realwirtschaft im ersten Halbjahr belasten. "Danach könnte die Weltkonjunktur auf ihren ursprĂŒnglichen Pfad zurĂŒckkehren", schreibt Gitzel.

Commerzbank-Devisenexperte Michael Pfister warnte aber: "Marktteilnehmer sollten aber auch nicht zu optimistisch sein." So seien viele Details der Vereinbarung noch ungeklĂ€rt. "Eskaliert die Situation wieder, dann dĂŒrften auch die heutigen Marktreaktionen wieder drehen."

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,86893 (0,87258) britische Pfund, 185,13 (184,73) japanische Yen und 0,9223 (0,9242) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.782 Dollar. Das waren rund 75 Dollar mehr als am Vortag.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 69105260 |