Devisen: Euro hÀlt Gewinne zum Dollar im US-Handel
26.01.2026 - 20:37:07Am Abend kostete die GemeinschaftswĂ€hrung 1,1880 Dollar, nachdem sie am spĂ€ten Nachmittag kurz die Marke von 1,19 Dollar ĂŒberwunden hatte. Damit hatte nicht mehr viel gefehlt bis zum Jahreshoch 2025.
Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1836 (Freitag: 1,1742) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8448 (0,8516) Euro gekostet.
"Mit Blick auf die unberechenbare Politik dieser US-Regierung besteht die Gefahr, dass aus Sicht des Marktes eine Grenze ĂŒberschritten wird, an der es kein ZurĂŒck mehr gibt - ein Kipppunkt", beschreibt Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank ein aus ihrer Sicht bestehendes Risiko. Ein Thema sei hier etwa ein Verlust der UnabhĂ€ngigkeit der US-Notenbank Fed. "Die Gefahr besteht darin, dass der Markt ein Szenario einpreist, wonach der US-Dollar unkontrolliert abwertet, und selbst bei einem ZurĂŒckrudern der Verantwortlichen die Lage nur schwer beruhigt werden kann. Die Folge wĂ€re eine nachhaltige deutliche Abwertung der US-WĂ€hrung."
Auch die aktuelle Entwicklung mahne zur Vorsicht, so die Commerzbank-Analystin. So habe US-PrĂ€sident Donald Trump den Konflikt rund um Grönland mit seiner RĂŒcknahme der Zollandrohungen gegenĂŒber einigen EU-Staaten eigentlich deeskaliert, doch der Dollar habe darauf nur kurzzeitig "aufgeatmet". "Sollte sich die Beziehung zwischen der US-Regierung und wichtigen westlichen VerbĂŒndeten in den Augen des Marktes nicht sichtbar verbessern, könnte die Bewegung eine gefĂ€hrliche Dynamik annehmen."
Eher enttĂ€uschende Konjunkturdaten aus Deutschland rĂŒckten derweil in den Hintergrund. Das vom Ifo-Institut erhobene GeschĂ€ftsklima verharrte auf einem niedrigen Niveau. Volkswirte hatten eine Verbesserung erwartet. "Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr", kommentierte Ifo-Chef Clemens Fuest.

