Irans, Justiz

Irans Justiz dementiert Stopp von Hinrichtungen

23.01.2026 - 11:04:52

Die iranische Justiz hat Äußerungen von US-PrĂ€sident Donald Trump zurĂŒckgewiesen, wonach die Exekution von 800 Demonstranten gestoppt worden sei.

"Diese Behauptung ist völlig falsch. Weder existiert eine solche Zahl noch hat die Justiz eine derartige Entscheidung getroffen", zitierte der staatliche Rundfunk den Generalstaatsanwalt Mohammed Mowahedi-Asad.

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte vor einer Woche gesagt, ein MilitĂ€rangriff auf die iranische FĂŒhrung sei ausgeblieben, weil die Behörden die Hinrichtung von 800 Menschen abgesagt hĂ€tten. WĂ€hrend der Protestwelle hatte er den Demonstranten wiederholt seine UnterstĂŒtzung zugesichert und rote Linien fĂŒr die FĂŒhrung in Teheran gezogen - bisher ohne Konsequenzen.

Justiz hat erste Anklagen auf den Weg gebracht

Die Proteste wurden Ende Dezember zunÀchst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen AufstÀnden gegen das autoritÀre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor und schlug sie nieder. Tausende Demonstranten wurden getötet.

Vor zehn Tagen erklĂ€rte die iranische Justiz, erste Anklagen im Zusammenhang mit den Protesten in die Wege geleitet zu haben. Besonders schwere FĂ€lle von "Randalierern" wĂŒrden vorrangig und gesondert behandelt. Dazu zĂ€hle auch der Vorwurf der "KriegsfĂŒhrung gegen Gott" - ein Tatbestand, der nach islamischem Recht im Iran mit der Todesstrafe geahndet werden kann.

@ dpa.de