Bundesverfassungsgericht prĂŒft Ablauf beim Heizungsgesetz
26.02.2026 - 05:50:04 | dpa.deDeutschlands oberste Richterinnen und Richter verhandeln die Klage des Ex-Unionsabgeordneten Thomas Heilmann, der die Verabschiedung des Gesetzes im Sommer 2023 mit einem Eilantrag in Karlsruhe vorerst ausgebremst hatte. (Az. 2 BvE 4/23)
Die Reform des GebĂ€udeenergiegesetzes - meist Heizungsgesetz genannt - zielte darauf ab, durch einen schrittweisen Austausch von Ăl- und Gasheizungen das Heizen in Deutschland klimafreundlicher zu machen. Die Ampel-Koalitionspartner wollten das Gesetz 2023 noch kurz vor der parlamentarischen Sommerpause durch den Bundestag bringen. Heilmann sah sich aber durch das ĂŒberhastete Gesetzgebungsverfahren in seinen Rechten als Parlamentarier verletzt - und wandte sich nach Karlsruhe.
Heilmann: Geht um "Recht aller Abgeordneten"
Mit einer Eilentscheidung stoppte das Bundesverfassungsgericht damals zunÀchst die zweite und dritte Lesung des Gesetzes vor der Sommerpause. Es wurde am Ende rund zwei Monate spÀter vom Bundestag beschlossen und trat im Januar 2024 in Kraft. Diese Woche Dienstag prÀsentierte die schwarz-rote Koalition Eckpunkte ihrer umfangreichen ReformplÀne.
In Karlsruhe wird nun im sogenannten Hauptsacheverfahren ĂŒber Heilmanns Organklage verhandelt. Es geht um die Frage, ob im Gesetzgebungsverfahren damals Rechte der Abgeordneten auf gleichberechtigte Teilhabe an der parlamentarischen Willensbildung verletzt wurden. FĂŒr ihn gehe es "um das Recht aller Abgeordneten auf ausreichende Beratungszeit", sagt Heilmann. Ein Urteil fĂ€llt in der Regel erst einige Monate nach der Verhandlung.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

