Bund, LĂ€nder

Bund und LĂ€nder ringen um Gesundheits-Sparpaket

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 11:50 Uhr, dpa.de

Die schnelle Verabschiedung des Gesundheits-Sparpakets droht nicht nur vor dem Bundesverfassungsgericht zu scheitern, sondern auch am Widerstand der LĂ€nder.

Diese drÀngen auf finanzielle Nachbesserungen zugunsten ihrer KrankenhÀuser. "Wir haben vor allen Dingen das Interesse, dass unsere KrankenhÀuser am Leben bleiben", sagte Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte in Berlin. "Wir können gut damit leben, dass es nicht zu einer Entscheidung kommt. Und wir können gut damit leben, dass der Vermittlungsausschuss angerufen wird."

Die LĂ€nder ließen sich nicht unter Druck setzen, betonte der SPD-Politiker. "Ich werde sehr dafĂŒr plĂ€dieren, dass wir uns nicht mit einer halbgaren Lösung zufriedengeben." Es handele sich um fundamentale Weichenstellungen. Mit den Konsequenzen wie DefizitĂ€tsproblemen der KrankenhĂ€user mĂŒsste man jahrelang leben. "Da geht QualitĂ€t vor Geschwindigkeit", sagte Bovenschulte, der momentan auch BundesratsprĂ€sident ist.

LĂ€nder fĂŒrchten um die Zukunft ihrer KrankenhĂ€user

Aus Sicht der LĂ€nder geht es um ein Defizit von 4 bis 4,5 Milliarden Euro. Zumindest einen Teil der Summe wollen sie vom Bund noch erhalten. Die LĂ€nder mit Pharma-Unternehmen wollen zudem erreichen, dass fĂŒr diese ein niedrigerer Herstellerabschlag gelten soll. Damit sollen die Unternehmen am Standort gehalten werden. Das betrifft vor allem Baden-WĂŒrttemberg und Rheinland-Pfalz.

Bund und LĂ€nder wollten am Donnerstag weiter ĂŒber das Gesetzespaket beraten.

Sollte das Bundesverfassungsgericht grĂŒnes Licht fĂŒr eine Abstimmung ĂŒber das Gesetzespaket an diesem Freitag im Bundestag geben, mĂŒsste dieser eine FristverkĂŒrzungsbitte beim Bundesrat einreichen. DarĂŒber wĂŒrde der StĂ€ndige Beirat des Bundesrats am Freitagmorgen in einer Sondersitzung entscheiden. Normalerweise tagt dieses Gremium immer am Mittwochnachmittag. Eine Sondersitzung hat es noch nie gegeben. Dass diese nun notwendig wĂŒrde, wird im LĂ€nderkreis als Beleg dafĂŒr gesehen, wie chaotisch die Gesetzgebung der Bundesregierung momentan lĂ€uft.

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