NRW, Warnstreiks

NRW: Neue Warnstreiks in Kitas und Nachmittagsbetreuung der Awo

06.02.2026 - 06:02:57

Die Warnstreiks bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in KindertagesstÀtten und der Nachmittagsbetreuung an Grundschulen erreichen weitere Regionen von Nordrhein-Westfalen.

Das kann nach EinschÀtzung der Gewerkschaft Verdi insbesondere bei den Kitas Auswirkungen haben.

Wann und wo streiken Awo-BeschÀftigte?

Freitag (6. Februar)

Warnstreiks soll es im Ruhrgebiet und im MĂŒnsterland geben, betroffen sind Awo-Einrichtungen in MĂŒnster, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum und Bottrop. Es geht um Kitas, Ganztags- und Betreuungsangebote an Grundschulen in der OGS sowie um Behindertenhilfe und Beratungsstellen.

Verdi geht davon aus, dass von den ĂŒber 70 Awo-Kitas in diesen Regionen mehr als die HĂ€lfte geschlossen sind. Zudem gebe es ĂŒber 100 Offene Ganztagsschulen (OGS) der Awo. Zu möglichen Auswirkungen der Warnstreiks lagen zunĂ€chst keine Angaben vor.

Montag (9. Februar)

In DĂŒsseldorf, Wuppertal, Duisburg, Meerbusch und Neuss plant Verdi weitere Warnstreiks bei der Awo NRW in Kitas, OGS, Berufsbildungszentren, Verwaltung, Seniorenzentren und Fachberatungsstellen.

Was empfiehlt das Familienministerium zur Kita?

Eltern sollten Mitteilungen aufmerksam verfolgen, ob das Kita-Angebot des Kindes von angekĂŒndigten Streiks betroffen ist. TrĂ€ger informierten auch ĂŒber das Angebot von Notgruppen, um die Betreuung fĂŒr Kinder, deren Eltern zwingend darauf angewiesen sind, sicherzustellen. Hierzu sollten Familien dann möglichst rasch Kontakt mit der Kindertageseinrichtung aufnehmen oder sich an das Jugendamt fĂŒr alternative Betreuungsmöglichkeiten wenden.

Was rÀt das Schulministerium zur OGS?

Eltern werden gebeten, die aktuellen Informationen der jeweiligen OGS zu beachten. "FĂŒr die BeschĂ€ftigten der TrĂ€ger der außerunterrichtlichen Angebote, etwa in der OGS, sind die jeweiligen TrĂ€ger vor Ort verantwortlich", heißt es aus dem Ministerium. In den BetreuungsvertrĂ€gen fĂ€nden sich hĂ€ufig Regelungen zu unvorhergesehenen AusfĂ€llen, wie etwa Notbetreuungen.

Um was geht es bei der Awo?

Im Tarifkonflikt bei der Awo in NRW fordert Verdi 500 Euro brutto mehr monatlich fĂŒr alle BeschĂ€ftigten sowie 300 Euro brutto mehr fĂŒr Auszubildende. Als völlig ĂŒberzogen kritisierten die Arbeitgeber die Forderung. Im Durchschnitt entsprĂ€chen die WĂŒnsche einer Lohnsteigerung von rund 13 Prozent. In TrĂ€gerschaft der AWO befinden sich in NRW aktuell 519 OGS und 840 Kitas. Die zweite Verhandlungsrunde ist fĂŒr Dienstag (10. Februar) vorgesehen.

@ dpa.de