Studie: Frauen sehen eigene Wirtschaftslage oft schlechter als MĂ€nner
07.03.2024 - 05:21:22Bei einer Befragung im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) bezeichneten 32 Prozent der Frauen ihre wirtschaftliche Lage als "nicht so gut" oder "schlecht". Bei den MĂ€nnern waren es 27 Prozent. GegenĂŒber dem Vorjahr vergröĂerte sich die Kluft. Damals teilten 28 Prozent der Frauen und 26 Prozent der MĂ€nner die EinschĂ€tzung.
Aus den Antworten ergibt sich zudem, dass Frauen im Schnitt 400 Euro weniger zur freien VerfĂŒgung haben als MĂ€nner. Das sei auch ein Grund dafĂŒr, warum Frauen weniger Geld zurĂŒcklegen könnten und sich nur rund jede Zweite im Alter gut abgesichert fĂŒhle (Frauen 49 Prozent/MĂ€nner 55 Prozent), erlĂ€uterte BdB-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Heiner Herkenhoff am Donnerstag. "Diese Situation muss sich Ă€ndern. Wirtschaft und Politik mĂŒssen noch mehr tun, damit sich die beruflichen Rahmenbedingungen fĂŒr Frauen, aber auch ihre Möglichkeiten der Altersvorsorge verbessern".
Demnach gaben 45 Prozent der Frauen an, von ihrem frei verfĂŒgbaren Geld regelmĂ€Ăig etwas auf die hohe Kante zu legen. Bei den MĂ€nnern waren es mehr als die HĂ€lfte (55 Prozent). Frauen besitzen im Vergleich zu MĂ€nnern weiterhin deutlich seltener Aktien oder andere Wertpapiere (25 versus 42 Prozent). Der Umfrage zufolge halten sie Sorgen wegen der Sicherheit der Papiere, fehlende Kenntnisse und mangelnde Finanzmittel hĂ€ufiger vom Wertpapierkauf ab als MĂ€nner. Infas quo NĂŒrnberg befragte in den ersten Februarwochen im Auftrag des Bankenverbandes mehr als 1000 Menschen in Deutschland.

