Gesundheitsministerin Warken: 'Ich mute den Menschen was zu'
20.04.2026 - 19:39:36 | dpa.de"Ich glaube, die Kritik ist so breit, weil der Vorschlag relativ gut in der Mitte liegt und alle trifft", sagte die CDU-Politikerin in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". "Ich mute den Menschen was zu", rĂ€umte sie ein. Es mĂŒsse aber gehandelt werden.
Sie merke, dass die Menschen wĂŒssten, "dass wir an vielen Bereichen jetzt Neuaufstellungen vornehmen mĂŒssen. Dass es VerĂ€nderungen braucht und dass die natĂŒrlich fĂŒr sie selbst auch Einschnitte bedeuten können", sagte die Ministerin. Die BĂŒrger wollten aber sehen, "dass die Politik Entscheidungen trifft, dass sie jetzt endlich VorschlĂ€ge macht, dass sie dann auch geeint diese Entscheidungen zu Ende bringt und dass sich am Ende dann auch im System was Ă€ndert".
Hautkrebs-Screening soll Risikogruppen vorbehalten sein
Die geplante EinschrĂ€nkung des Hautkrebs-Screenings als Kassenleistung verteidigte Warken als notwendige Fokussierung. "Ich habe das auch hinterfragt", sagte sie. Das Screening solle nicht abgeschafft werden, sondern Risikogruppen sollten es kĂŒnftig gezielt bekommen. Der gemeinsame Bundesausschuss werde die Rahmenbedingungen dafĂŒr festlegen, wer ein Hautkrebs-Screening bekommt.
Die Gesundheitsministerin hatte in der vergangenen Woche einen Entwurf fĂŒr ein Sparpaket vorgelegt, das die gesetzlichen Krankenversicherungen 2027 um 19,6 Milliarden Euro entlasten soll. Dies wĂ€re mehr als die erwartete LĂŒcke von 15 Milliarden Euro und soll erneute Anhebungen der ZusatzbeitrĂ€ge verhindern. Im Blick stehen Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche - aber auch höhere Zuzahlungen fĂŒr Medikamente und EinschrĂ€nkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern.
Kritik an verschiedenen Punkten des Entwurfs kam nicht nur aus der Opposition und von VerbÀnden, sondern auch aus den Reihen der Koalition. Der Gesetzentwurf soll am 29. April ins Bundeskabinett kommen.
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