Homeoffice, Bewegungsmangel

Homeoffice: Bewegungsmangel wird zur Gesundheitsfalle

28.01.2026 - 20:25:12

Neue Studien zeigen, dass Homeoffice-Arbeitende täglich fast zwei Stunden länger sitzen als früher. Dieses Dauersitzen erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erheblich.

Homeoffice-Arbeitende sitzen täglich fast zwei Stunden länger als vor zehn Jahren. Neue Daten belegen einen alarmierenden Trend zum Dauersitzen, der massive Gesundheitsrisiken birgt.

Der DKV-Report 2025 zeigt: Die Deutschen sitzen an Werktagen im Schnitt über zehn Stunden – ein neuer Rekord. Im Homeoffice verlängern sich die Sitzzeiten laut einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz (BAuA) sogar um 40 bis 50 zusätzliche Minuten pro Tag. Die Folge: Büroangestellte legen an Heimarbeitstagen nur noch rund 1.300 Schritte zurück. An Präsenztagen sind es durch Gänge und Arbeitsweg durchschnittlich 3.000.

Sitzen als eigenständiges Risiko

Langes, ununterbrochenes Sitzen gilt heute als eigenständiger Risikofaktor. Es erhöht die Gefahr für:
* Herz-Kreislauf-Erkrankungen
* Typ-2-Diabetes
* Übergewicht

Experten warnen: Nur etwa 30 Prozent der „Vielsitzer“ schaffen es, diesen Mangel durch andere Aktivitäten auszugleichen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt dagegen mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche.

Die Lösung heißt Schritt-Kompensation

Als Gegenstrategie setzen Fachleute auf Schritt-Kompensation. Es geht nicht primär um magische 10.000 Schritte, sondern darum, die weggefallene Alltagsbewegung bewusst zu ersetzen. Eine Langzeitstudie belegt: Schon 8.000 statt 4.000 Schritte täglich senken das Sterberisiko signifikant.

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Wie bringt man mehr Bewegung in den Homeoffice-Alltag? Experten raten zu einer Mischung aus kleinen Routinen:
* Telefonate im Gehen erledigen
* Kurze Spaziergänge in der Mittagspause
* Nutzung eines Stehschreibtisches
* Über den Tag verteilte „Bewegungssnacks“ von wenigen Minuten

Bewegung schützt auch den Kopf

Der Nutzen geht weit über den Körper hinaus. Im isolierten Homeoffice-Alltag ist die psychische Gesundheit besonders gefordet. Bewegung setzt Neurotransmitter wie Serotonin frei, wirkt stimmungsaufhellend und baut Stresshormone ab.

Eine Analyse von 133 Studien im British Journal of Sports Medicine zeigt: Körperliche Aktivität verbessert bei allen Altersgruppen kognitive Funktionen wie Gedächtnis und Planungsfähigkeit. Interessant dabei: Nicht jedes Sitzen ist gleich schädlich. Geistig fordernde Tätigkeiten am Computer können das Gehirn sogar fördern – passives Fernsehen dagegen schadet ihm.

Ein Weckruf für die Arbeitswelt

Die Daten sind ein klarer Appell an Arbeitgeber und Beschäftigte. Unternehmen müssen Homeoffice gesund gestalten, etwa durch Zuschüsse für höhenverstellbare Tische oder digitale Angebote für Bewegungspausen.

Arbeitnehmer sind gefordert, Eigenverantwortung zu übernehmen. Feste Routinen helfen: Ein morgendlicher Spaziergang als simulierter Arbeitsweg oder geplante Bewegungseinheiten im Kalender. Die Herausforderung ist klar: Unbewusste Alltagsbewegung muss durch bewusste Aktivität ersetzt werden.

Bewegung wird zum New-Work-Standard

In Zukunft wird gesundes Arbeiten zu Hause an Bedeutung gewinnen. Smarte Technologien wie Wearables, die an Pausen erinnern, könnten Standard werden. Unternehmen, die eine Bewegungskultur fördern, steigern nicht nur die Gesundheit ihrer Belegschaft – sie werden auch als Arbeitgeber attraktiver.

Die Erkenntnis ist da: Körperliche und mentale Leistungsfähigkeit sind untrennbar. Die bewusste Kompensation von Bewegungsmangel ist damit kein optionaler Gesundheitstipp, sondern eine notwendige Anpassung an die moderne Arbeitswelt.

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