ROUNDUP, Nachfrage

Nachfrage nach LuxusgĂŒtern von LVMH zieht wieder an - Kursfeuerwerk

15.10.2025 - 09:37:24 | dpa.de

Nach einem schwachen ersten Halbjahr hat der französische LuxusgĂŒterkonzern LVMH FR0000121014 im dritten Quartal wieder Tritt gefasst.

WĂ€hrend das GeschĂ€ft in der umsatzstĂ€rksten Sparte mit Mode und Lederwaren nicht ganz so stark zurĂŒckging wie von Experten befĂŒrchtet, verzeichneten alle anderen Sparten ZuwĂ€chse. An der Börse sorgten die Nachrichten am Mittwochmorgen fĂŒr einen krĂ€ftigen Kurssprung.

Die Aktien des Eurostoxx-50-Schwergewichts verteuerten sich in der FrĂŒhe an der Index-Spitze um mehr als zwölf Prozent. FĂŒr die Papiere ist es im bisherigen Börsenjahr 2025 aber alles andere gut gelaufen - bis zum Vorabend hatte sich noch ein zweistelliger Kursverlust seit dem Jahreswechsel angehĂ€uft. Dieser schmilzt nun durch die aktuellen Gewinne auf knapp sechs Prozent.

Analyst Piral Dadhania von der kanadischen Bank RBC lobte unterdessen die Resultate der Franzosen, die er als einen "Schritt in die richtige Richtung" bezeichnete. Der Experte hob sein Kursziel an und bekrÀftigte seine positive Empfehlung.

Branchenkenner James Grzinic von Jefferies berichtete, dass auch auf der Analystenkonferenz zu den Zahlen eine optimistischere Stimmung im Management vorgeherrscht habe. Dennoch habe sich LVMH zu den weiteren Aussichten vorerst zurĂŒckhaltend geĂ€ußert und unter anderem auf die zunehmenden Auswirkungen der Wechselkurse im zweiten Halbjahr verwiesen, schrieb er. Zudem mĂŒssten die Volumina auch bei Mode- und Lederwaren wieder wachsen, um einen MargenrĂŒckgang zu verhindern.

In dritten Quartal war der Konzernumsatz organisch - also abseits von WĂ€hrungs- und Portfolioeffekten - um ein Prozent geklettert, wie das Unternehmen bereits am Dienstagabend in Paris mitgeteilt hatte. Experten hatten hingegen auf Basis konstanter GeschĂ€fte und WĂ€hrungen im Schnitt einen RĂŒckgang um 0,7 Prozent erwartet. LVMH weist fĂŒr das dritte Quartal traditionell keine Gewinnzahlen aus.

Als Wachstumstreiber erwiesen sich in den drei Monaten nahezu alle Sparten. So profitierte LVMH etwa im GeschĂ€ft fĂŒr Wein und Spirituosen von einer steigenden Nachfrage bei Champagner und Weinen, insbesondere bei RosĂ© aus der Provence. Der Konzern konnte damit einen weiterhin schleppenden Cognac-Verkauf mehr als ausgleichen - dieses GeschĂ€ft werde aber weiterhin durch den US-chinesischen Handelsstreit belastet.

Neue DĂŒfte schoben unterdessen das Wachstum im GeschĂ€ft mit Parfums und Kosmetik an, und auch der Verkauf von Luxus-Uhren und Juwelen sprang im dritten Quartal stĂ€rker an. Zudem drosselte sich in der wichtigen Mode- und Ledersparte, zu der bekannte Luxusmarken wie Louis Vuitton, Christian Dior, Fendi und CĂ©line gehören, die AbwĂ€rtsdynamik deutlich.

Das schwache erste Halbjahr, in dem LVMH in nahezu sĂ€mtlichen Sparten unter einer mauen Nachfrage gelitten hatte, ist damit aber noch nicht ausgeglichen: Nach neun Monaten ergibt sich fĂŒr den Gesamtkonzern immer noch ein organischer UmsatzrĂŒckgang um zwei Prozent auf rund 58,1 Milliarden Euro. Angesichts ungĂŒnstiger Wechselkurse lag der RĂŒckgang insgesamt sogar bei vier Prozent.

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