Pharming, Aktie

Pharming Aktie: RUCONEST fÀllt 15 Prozent

14.05.2026 - 04:48:37 | boerse-global.de

Pharming verfehlt mit schwachen Q1-Zahlen die Analystenerwartungen deutlich. RUCONEST-Umsatz bricht ein, wÀhrend Joenja weiter wÀchst.

Pharming Aktie: RUCONEST fĂ€llt 15 Prozent - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Pharming Aktie: RUCONEST fĂ€llt 15 Prozent - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Pharming hat mit den Zahlen zum ersten Quartal 2026 den Markt enttĂ€uscht. Die Einnahmen gingen zurĂŒck, und der stĂ€rkere Joenja-Trend reichte nicht aus, um die SchwĂ€che im Ă€lteren RUCONEST-GeschĂ€ft zu ĂŒberdecken.

Der Kurs reagierte entsprechend nervös. In Amsterdam notierte die Aktie zuletzt bei 1,14 Euro. Auf Monatssicht liegt sie damit klar im Minus, auch wenn sie seit sieben Tagen wieder etwas Boden gutmacht.

RUCONEST belastet die Bilanz

Der Konzern setzte im ersten Quartal 72,4 Millionen Euro um. Das sind 8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und deutlich unter den Erwartungen der Analysten, die eher mit rund 92 Millionen Euro gerechnet hatten.

Der Hauptgrund lag bei RUCONEST. Der Umsatz mit dem Produkt fiel um 15 Prozent. Pharming nennt dafĂŒr Lageranpassungen, Marktverluste und höheren Wettbewerbsdruck.

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Joenja entwickelt sich dagegen weiter. Der Umsatz mit dem PrĂ€parat stieg um 34 Prozent, die Zahl der Patienten in den USA kletterte um 25 Prozent. FĂŒr die Börse war das trotzdem kein Ausgleich.

Gewinn verfehlt, Ausblick bleibt stehen

Unter dem Strich stand ein Verlust von 0,07 Dollar je Aktie. Erwartet worden war ein Gewinn von 0,05 Dollar. Das erklÀrt, warum die Zahlen trotz Wachstums bei Joenja eher schlecht ankamen.

Der Vorstand hĂ€lt dennoch an der Jahresprognose fest. FĂŒr 2026 peilt Pharming weiterhin Erlöse von 405 Millionen bis 425 Millionen Euro an. Das entspricht einem Wachstum von 8 bis 13 Prozent.

Auch die LiquiditÀt bleibt ordentlich. Ende des Quartals standen 171,8 Millionen Euro in der Kasse, dazu kam ein positiver operativer Cashflow von 2 Millionen Euro.

Joenja als Wachstumstreiber

Pharming setzt klar auf Joenja. Das Management hat die Einreichung eines ergĂ€nzenden Zulassungsantrags fĂŒr eine kindgerechte Dosierung bei der FDA vorbereitet. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen fĂŒr den Start in Europa und Japan im laufenden Jahr.

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Genau dort liegt die zentrale Hoffnung. Das neue Produkt wÀchst zwar krÀftig, muss aber noch lange genug skalieren, um die SchwÀche des BestandsgeschÀfts auszugleichen.

Am Markt bleibt das Bild gemischt. FĂŒnf Analysten sehen die Aktie im Schnitt auf „Moderate Buy“. Oppenheimer liegt mit 41 Dollar Kursziel auf „Outperform“, HC Wainwright mit 37 Dollar auf „Buy“.

Technisch wirkt die Aktie angeschlagen. Mit 1,14 Euro notiert sie unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,38 Euro und deutlich unter dem Hoch von 1,79 Euro aus dem Januar. Der RSI von 28 signalisiert zudem eine bereits stark abgekĂŒhlte Tendenz.

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