Siemens Aktie: ExpansionsplÀne konkret!
12.02.2026 - 13:18:30Siemens hat heute vor der Hauptversammlung in München überraschend starke Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 vorgelegt. Der Technologiekonzern hebt daraufhin seine Gewinnprognose für das laufende Jahr an. Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts legte in den Monaten Oktober bis Dezember um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu – deutlich mehr als die von Analysten erwarteten 2,64 Milliarden Euro.
Den um Effekte aus der Kaufpreisallokation bereinigten Gewinn je Aktie erwartet Siemens nun zwischen 10,70 und 11,10 Euro. Bisher lag die Prognose bei 10,40 bis 11,00 Euro. Die Ergebnisverbesserung wurde von allen Bereichen getragen, wobei die Fabrikautomatisierung besonders stark zur positiven Entwicklung beitrug.
KI als Wachstumstreiber
Konzernchef Roland Busch sprach von einem starken Start ins neue Geschäftsjahr. „Künstliche Intelligenz ist ein starker Wachstumstreiber für unsere Geschäfte“, sagte er. Die Profitabilität des Industriellen Geschäfts verbesserte sich auf 15,6 Prozent, verglichen mit 14,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Besonders die Bereiche Digital Industries und Smart Infrastructure trugen zu dieser Entwicklung bei.
Der Umsatz verbesserte sich um 8 Prozent auf vergleichbarer Basis auf 19,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang kletterte vor allem dank starkem Neugeschäft in der Netz- und Gebäudetechnik um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 20,8 Milliarden Euro gerechnet.
Nettogewinn erwartungsgemäß niedriger
Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter erreichte 2,0 Milliarden Euro und blieb damit hinter dem Vorjahreswert von 3,7 Milliarden Euro zurück. Dieser Rückgang war allerdings erwartet worden, da Siemens im Vorjahr von einem Buchgewinn aus dem Verkauf des Elektromotorenherstellers Innomotics in Höhe von 2,1 Milliarden Euro profitiert hatte. Bereinigt um diesen Sondereffekt lag der operative Gewinn tatsächlich deutlich über den Analystenerwartungen von 1,6 Milliarden Euro.
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Das Ergebnis je Aktie vor Kaufpreisallokation erreichte 2,80 Euro, verglichen mit 4,86 Euro im Vorjahr. Auch hier erklärt sich der nominelle Rückgang durch den fehlenden Innomotics-Sondereffekt.
Fokus auf Kerngeschäft
Siemens plant, sich künftig stärker auf die Kerngeschäfte zu konzentrieren. Die Beteiligung am Medizintechnikhersteller Healthineers soll perspektivisch aufgegeben werden. Als ersten Schritt sollen die Aktionäre 30 Prozent der Healthineers-Aktien in ihre Depots gebucht bekommen. Allerdings ist noch nicht klar, ob dieser Schritt noch 2026 vollzogen wird.
Für das Gesamtjahr 2025/26 bestätigt Siemens die Erwartung eines vergleichbaren Umsatzwachstums von 6 bis 8 Prozent. Das Book-to-Bill-Verhältnis soll über 1 liegen, was auf eine anhaltend gute Auftragslage hindeutet. Die Siemens-Aktie legte im vorbörslichen Handel um knapp 1 Prozent auf 259,00 Euro zu.
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