Softdrinks, Psyche

Softdrinks schaden auch der Psyche – besonders bei Frauen

28.01.2026 - 07:07:12

Forschungsergebnisse zeigen, dass hoher Softdrink-Konsum das Depressionsrisiko signifikant erhöht, insbesondere bei Frauen. Der Effekt wird über Veränderungen im Darmmikrobiom vermittelt.

Zuckerhaltige Getränke erhöhen das Risiko für Depressionen. Eine neue Studie zeigt, dass der Effekt über die Darm-Hirn-Achse vermittelt wird und Frauen besonders betrifft. Die Forschungserkenntnisse eröffnen neue Wege für Prävention und Therapie.

Die Darm-Hirn-Achse unter Beschuss

Unser Gehirn und der Darm kommunizieren ständig miteinander. Diese Verbindung, die Darm-Hirn-Achse, beeinflusst auch unsere Stimmung. Eine Schlüsselrolle spielen dabei Billionen von Mikroorganismen – das Darmmikrobiom.

Zuckerhaltige Softdrinks stören dieses empfindliche Ökosystem. Sie fördern das Wachstum entzündungsfördernder Bakterien und reduzieren die Vielfalt nützlicher Mikroben. Die Folge ist ein Ungleichgewicht, eine sogenannte Dysbiose.

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Dies kann die Produktion von Botenstoffen wie Serotonin beeinträchtigen, das zu einem großen Teil im Darm gebildet wird. Gleichzeitig werden entzündliche Prozesse angekurbelt, die sich auch auf das Nervensystem auswirken.

Studie belegt klaren Zusammenhang

Eine aktuelle Studie mit Beteiligung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) liefert konkrete Belege. Die Forschenden analysierten Daten von 932 Erwachsenen.

Das Ergebnis: Ein hoher Konsum zuckerhaltiger Getränke steht in signifikantem Zusammenhang mit der Diagnose einer Depression und der Schwere der Symptome. Besonders auffällig war der Effekt bei Frauen.

  • Bei ihnen ging ein hoher Konsum mit einer um 17 Prozent erhöhten Wahrscheinlichkeit für eine Depression einher.
  • Als biologisches Bindeglied identifizierte die Studie eine erhöhte Anzahl von Bakterien der Gattung Eggerthella im Darm der betroffenen Frauen.

Light-Getränke sind keine sichere Alternative

Viele Verbraucher greifen zu „Light“- oder „Zero“-Produkten mit künstlichen Süßstoffen. Doch auch diese geraten in den wissenschaftlichen Fokus.

Süßstoffe wie Aspartam oder Sucralose können ebenfalls die Zusammensetzung des Darmmikrobioms verändern. Studien deuten darauf hin, dass auch sie das Gleichgewicht der Darmflora stören und potenziell negative Auswirkungen haben könnten.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertet die zugelassenen Süßstoffe daher stetig neu.

Neue Perspektiven für Therapie und Prävention

Die Erkenntnisse stellen den Softdrink-Konsum in einen neuen Kontext. Es geht nicht mehr nur um Kalorien, sondern um die direkte Beeinflussung der psychischen Gesundheit.

Experten sehen im Darmmikrobiom ein konkretes therapeutisches Ziel. Zukünftige Ansätze könnten sein:

  • Gezielte Ernährungstherapien
  • Die Gabe von Probiotika und Präbiotika
  • Stärkere Integration des Ernährungswissens in Aufklärung und Versorgung

Eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung fördert ein gesundes Mikrobiom – und wird so zu einer wichtigen Säule für die psychische Resilienz.

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