UN-Experten melden AktivitÀt rund um iranisches Uran-Lager
27.02.2026 - 16:05:46 | dpa.deDas teilte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, in einem neuen Bericht in Wien mit.
Die IAEA könne dieses beinahe waffentauglichen Material nicht vor Ort ĂŒberprĂŒfen, weil Teheran dies nicht zulasse, hieĂ es in dem nicht öffentlichen Dokument, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Der Bericht wurde wenige Tage vor weiteren Verhandlungen in Wien fertiggestellt, die zu einer Einigung im Atomstreit zwischen Teheran und Washington fĂŒhren sollen.
IAEA ohne Zugang zu zerstörten Anlagen
Israel und die Vereinigten Staaten hatten im vergangenen Juni eine Reihe von wichtigen Atomanlagen im Iran bombardiert, um zu verhindern, dass die Islamische Republik Atomwaffen herstellen kann. Seitdem hat der Iran keine IAEA-Inspektionen in den zerstörten Standorten zugelassen, sie sind nur mittels Satelliten im Blick der Experten.
Deshalb könne die IAEA auch nicht ĂŒberprĂŒfen, ob der Iran die Herstellung von angereichertem Uran eingestellt habe, und wie viel Uran derzeit vorhanden sei, hieĂ es in dem Bericht. Es sei "unverzichtbar und dringend", dass Teheran umfassende Inspektionen erlaube, schrieb Grossi.
Die Behörde in Wien habe regelmĂ€Ăige AktivitĂ€ten von Fahrzeugen bei einem Zugang zu der Uran-LagerstĂ€tte in Isfahan beobachtet, berichtete Grossi. Auch bei angegriffenen Anreicherungsanlagen seien AktivitĂ€ten zu sehen, fĂŒgte er hinzu.
Offenen Fragen zu beinahe waffentauglichem Uran
Vor den Angriffen verfĂŒgte der Iran ĂŒber rund 440 Kilogramm an Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent - laut Fachleuten genug fĂŒr mehrere Atomwaffen, falls das Material weiterverarbeitet wĂŒrde. Verbleib und Zustand dieser VorrĂ€te sind derzeit ungeklĂ€rt.
Die Vereinigten Staaten und der Iran verhandelten zuletzt in Genf unter Vermittlung des Oman ĂŒber das iranische Atomprogramm. NĂ€chste Woche sollen die GesprĂ€che auf technischer Ebene in Wien fortgesetzt werden, wie Grossi in dem Bericht bestĂ€tigte.
Die USA wollen verhindern, dass Teheran Atomwaffen entwickelt. Die iranische Regierung bestreitet solche Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. US-PrĂ€sident Donald Trump hat der iranischen StaatsfĂŒhrung ein Ultimatum bis Anfang MĂ€rz gestellt. Trump hat mit militĂ€rischen MaĂnahmen gedroht, sollte keine Einigung erzielt werden.
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