US-PrÀsident, Trump

US-PrÀsident Trump droht BBC mit Milliardenklage

10.11.2025 - 20:32:14 | dpa.de

US-PrÀsident Donald Trump hat der weltbekannten Rundfunkanstalt BBC wegen der Bearbeitung einer Rede vom 6.

Januar 2021 mit einer Milliardenklage gedroht. Das berichten die BBC und mehrere US-Medien unter Berufung auf einen Brief der AnwĂ€lte des US-PrĂ€sidenten. Die Rundfunkanstalt teilte bereits am Nachmittag mit, sie habe ein Schreiben erhalten, in dem Trump rechtliche Schritte angedroht habe. Die BBC teilte mit, das Schreiben zu prĂŒfen, eine Antwort folge zu gegebener Zeit.

Zuvor hatte BBC-Senderchef Tim Davie am Sonntag seinen RĂŒcktritt bekanntgegeben. Hintergrund war unter anderem die Bearbeitung einer Rede des US-PrĂ€sidenten fĂŒr die Sendung "Panorama". Auch die fĂŒr die BBC-Nachrichten verantwortliche Deborah Turness gibt ihren Posten ab.

In dem Brief wird den Berichten zufolge gefordert, dass die BBC die vor der US-Wahl im November 2024 gezeigte Dokumentation und alle "falschen, verleumderischen" Aussagen ĂŒber Trump bis zum Freitag (14. November) zurĂŒcknimmt. Zudem wird eine Entschuldigung und EntschĂ€digung Trumps gefordert. Komme die BBC den Forderungen nicht nach, drohe eine Klage in Höhe von "mindestens" einer Milliarde US-Dollar (umgerechnet mehr als 860 Millionen Euro), heißt es weiter.

Memo als Auslöser

Die Zeitung "The Telegraph" hatte zuletzt ĂŒber ein internes Memo berichtet, in dem Bedenken hinsichtlich der Unparteilichkeit bei der Berichterstattung der BBC geĂ€ußert wurden. Konkret geht es bei der Trump-Rede vom 6. Januar 2021 darum, dass es durch den Zusammenschnitt so wirkt, als hĂ€tte der US-PrĂ€sident gesagt, er werde gemeinsam mit seinen AnhĂ€ngern zum Kapitol gehen und bis zum Äußersten kĂ€mpfen. Am Tag dieser Rede hatten AnhĂ€nger von Trump den Parlamentssitz in Washington gewaltsam gestĂŒrmt.

In einem Schreiben entschuldigte sich am Montag BBC-Aufsichtsratschef Samir Shah fĂŒr einen "Fehler in der Beurteilung", den die BBC begangen habe.

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