Studie: Demokratie weltweit unter Druck
26.03.2026 - 05:26:57 | dpa.deDas zeigt der "Transformationsindex 2026" der Bertelsmann Stiftung (BTI), der 137 Staaten analysiert. Demnach werden inzwischen 56 Prozent der ausgewerteten LĂ€nder autokratisch regiert. Beim ersten Index vor 20 Jahren war es noch umgekehrt: Damals hatten Demokratien mit 55 Prozent die Mehrheit.
Rechtsstaatlichkeit, politische Freiheitsrechte und fairer Wettbewerb seien zunehmend geschwĂ€cht, heiĂt es in der Analyse. Diese wachsende Autokratisierung sehe sie mit groĂer Sorge, sagte Stiftungsexpertin Sabine Donner der Deutschen Presse-Agentur.
Harte und moderate Autokratien
Ein Drittel der insgesamt 77 Autokratien bewertet die Studie als moderat, zwei Drittel als "harte Autokratien, in denen Grundrechte vollstĂ€ndig missachtet werden". Dazu gehörten Russland, China oder auch Afghanistan, Ăthiopien, Iran, Katar, Myanmar, Nordkorea, Ruanda, Venezuela oder WeiĂrussland.
Der BTI bewertet alle zwei Jahre Demokratie-QualitĂ€t, RegierungsfĂŒhrung und Marktwirtschaft in 137 LĂ€ndern - in Zusammenarbeit mit 300 Experten aus mehr als 120 LĂ€ndern, Zeitraum war Februar 2023 bis Januar 2025. Nicht dabei: Deutschland, GroĂbritannien, Frankreich, Japan oder auch Kanada - insgesamt 23 "wirtschaftlich hoch entwickelte und fest etablierte Demokratien", erlĂ€uterte Donner. Auch die USA seien nicht berĂŒcksichtigt, dort beobachte man allerdings derzeit "eine Erosion der Demokratie".
In Autokratien wĂŒrden Versammlungs-, Meinungs- und Pressefreiheit eingeschrĂ€nkt, hieĂ es. In 54 Prozent der untersuchten LĂ€nder erfĂŒllten Wahlen keine demokratischen Mindeststandards. Rechtsstaatlichkeit mit Gewaltenteilung und unabhĂ€ngiger Justiz wĂŒrden abgebaut oder missachtet.
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