Devisen, Euro

Devisen: Euro verteidigt Vortagsgewinne

09.04.2026 - 16:56:57 | dpa.de

Der Euro EU0009652759 hat sich nach den deutlichen Kursgewinnen am Vortag kaum verÀndert.

Die brĂŒchige Waffenruhe im Nahen Osten belastete ihn nicht. Am Donnerstagnachmittag wurde die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung bei 1,1687 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch etwas niedriger notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1685 (Mittwoch: 1,1706) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8557 (0,8542) Euro. Am Mittwoch war die GemeinschaftswĂ€hrung nach der VerkĂŒndigung der Waffenruhe zeitweise um einen Cent und ĂŒber die Marke von 1,17 Dollar geklettert.

Kurz nach der VerkĂŒndigung der Waffenruhe im Iran-Krieg werden deren Grundlagen zunehmend infrage gestellt. Belastet wird die Vereinbarung dadurch, dass Israel weiterhin militĂ€risch gegen den Libanon und die vom Iran unterstĂŒtzte Hisbollah vorgeht. Teheran wiederum besteht darauf, die Urananreicherung fortzusetzen, was den Interessen Israels und der USA zuwiderlĂ€uft. Kontroversen gibt es zudem um die Öffnung der Straße von Hormus fĂŒr den Schiffsverkehr.

Expertin Antje Praefcke von der Commerzbank geht nicht davon aus, dass der Irankonflikt bald beendet wird. Einige Bedingungen im Waffenstillstand schienen auf erste Sicht wenig vertrauenerweckend - etwa der "Wegezoll" von zwei Millionen Dollar fĂŒr eine Fahrt durch die Straße von Hormus. "Außerdem kennen wir mittlerweile den US-PrĂ€sidenten und die UnwĂ€gbarkeiten seiner Handlungen". Sie erwartet daher nicht, dass die Ölpreise schnell in Richtung des Vorkriegsniveaus fallen werden. Die gestiegenen Preise hatten den Dollar zuletzt gestĂŒtzt. Schließlich verfĂŒgen die USA ĂŒber große Ölvorkommen. Zudem wurde der Dollar als WeltleitwĂ€hrung gesucht. Der Euro profitierte daher am Mittwoch von der Hoffnung auf eine nachhaltige Befriedung.

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA bewegten den Devisenmarkt nicht nachhaltig. Die Daten fielen ĂŒberwiegend enttĂ€uschend aus. So sind die ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stĂ€rker gestiegen als erwartet. Die Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte blieben im Februar hinter den Erwartungen zurĂŒck. Zudem ist die US-Wirtschaft im dritten Quartal weniger gewachsen als erwartet.

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,87053 (0,86893) britische Pfund, 185,70 (185,13) japanische Yen und 0,9240 (0,9223) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.755 Dollar. Das waren rund 36 Dollar mehr als am Vortag.

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