ROUNDUP, Trump

Trump: USA haben Maduro gefasst

03.01.2026 - 11:00:17 | dpa.de

Die USA haben bei einem Angriff auf Venezuela Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefasst und außer Landes gebracht.

Das teilte US-PrĂ€sident Donald Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social mit. Trump kĂŒndigte fĂŒr 11.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr in Deutschland) eine Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida an. Dann sollen Details bekanntgemacht werden.

Venezuelas autoritĂ€rer Staatschef Maduro wirft den USA schon lange vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Nach seiner von BetrugsvorwĂŒrfen ĂŒberschatteten Wiederwahl 2024 erkannte die Regierung in Washington den Linkspolitiker nicht mehr als rechtmĂ€ĂŸigen Staatschef an.

Außerdem werfen die USA Maduro DrogengeschĂ€fte vor. FĂŒr Informationen, die zu seiner Festnahme fĂŒhren, hatten die USA eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) ausgesetzt.

Angriffe wohl auf MilitĂ€rstĂŒtzpunkte und HĂ€fen

Die Luftangriffe richteten sich Berichten zufolge vor allem gegen MilitĂ€rstĂŒtzpunkte, FlugplĂ€tze, Kommunikationsanlagen und HĂ€fen. In venezolanischen Medien und sozialen Netzwerken waren Aufnahmen von Explosionen und RauchsĂ€ulen in der Hauptstadt Caracas zu sehen.

Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein StĂŒtzpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber ĂŒber die nĂ€chtliche Stadt fliegen. Nahe dem PrĂ€sidentenpalast Miraflores waren gepanzerte Fahrzeuge der venezolanischen SicherheitskrĂ€fte zu sehen.

Die venezolanische Regierung verurteilte die MilitĂ€rschlĂ€ge. Sie stellten eine Verletzung der UN-Charta dar, hieß es in einer Mitteilung. Ziel der USA sei es, sich die BodenschĂ€tze - wie die großen Ölvorkommen - Venezuelas anzueignen und einen Regierungswechsel zu erzwingen. "Das wird ihnen nicht gelingen", hieß es in der Mitteilung.

CBS: Trump segnete Angriffe bereits vor Tagen ab

Einem Medienbericht zufolge hatte Trump bereits vor Tagen grĂŒnes Licht fĂŒr Angriffe auf Venezuela erteilt. MilitĂ€rvertreter hĂ€tten erwogen, die Attacken an Weihnachten durchzufĂŒhren, berichtete der US-Nachrichtensender CBS News unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Aufgrund der US-LuftschlĂ€ge in Nigeria gegen Ziele des Islamischen Staates (IS) seien die PlĂ€ne dann allerdings verschoben worden.

CBS News zufolge gab es in den Tagen nach Weihnachten weitere Zeitfenster fĂŒr Angriffe - allerdings sei das Wetter ungĂŒnstig gewesen, sodass das US-MilitĂ€r auf bessere Bedingungen gewartet habe.

Warnungen Reisende

In einer Reisewarnung der USA hieß es: "Reisen Sie nicht nach Venezuela. US-BĂŒrger in Venezuela sollten sich an Ort und Stelle in Sicherheit bringen und das Land unverzĂŒglich verlassen, sobald dies gefahrlos möglich ist."

USA haben massive Streitmacht vor Venezuela zusammengezogen

Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war in den letzten Monaten eskaliert. Seit September hatte das US-MilitÀr in der Karibik und im Pazifik mehrfach angeblich mit Drogen beladene Boote angegriffen. Dabei wurden nach US-Regierungsangaben mehr als 100 Menschen getötet.

Zuletzt hatten US-StreitkrĂ€fte Trump zufolge einen angeblichen "Drogenumschlagplatz" in Venezuela angegriffen. "Es gab eine große Explosion im Hafengebiet, wo die Boote mit Drogen beladen werden", sagte er.

Zudem bauten die US-StreitkrĂ€fte ihre PrĂ€senz in der Karibik massiv aus. Unter anderem wurden zusĂ€tzliche Kampfflugzeuge und der weltgrĂ¶ĂŸte FlugzeugtrĂ€ger "USS Gerald R. Ford" - begleitet von weiteren Kriegsschiffen und einem Langstreckenbomber - in die Region verlegt. Offiziell richtet sich der Einsatz "SĂŒdlicher Speer" ("Southern Spear") gegen den Drogenschmuggel.

Allerdings gilt Venezuela nicht als Produktionsland von Drogen, sondern als Transitland - und zwar vor allem fĂŒr den europĂ€ischen Markt. Nach EinschĂ€tzung von Experten ist die Streitmacht fĂŒr einen Einsatz gegen Drogenschmuggler ĂŒberdimensioniert.

WeltgrĂ¶ĂŸte Ölreserven in Venezuela

Maduro wiederum unterstellt den USA, es auf Venezuelas riesige Ölreserven abgesehen zu haben. Das sĂŒdamerikanische Land verfĂŒgt mit schĂ€tzungsweise 303 Milliarden Barrel (je 159 Liter) ĂŒber die grĂ¶ĂŸten Ölreserven der Welt. Wegen Sanktionen, Missmanagement und fehlender Investitionen bleibt die Förderung allerdings weit hinter den Möglichkeiten zurĂŒck.

Das legen auch mehrere Manöver nahe, bei denen die USA zwei Öltanker vor der KĂŒste Venezuelas unter ihre Kontrolle gebracht haben. Bei einem dritten Tanker hatten die StreitkrĂ€fte es zumindest versucht.

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