Deutsche Winzer ernten weniger Trauben als im Vorjahr
11.10.2024 - 09:17:22 | dpa.deDas Statistische Bundesamt in Wiesbaden geht von weniger als 8,3 Millionen Hektolitern Weinmost fĂŒr den neuen Jahrgang aus, das wĂ€ren fast fĂŒnf Prozent weniger als 2023. Im Vergleich zum Mittelwert der Jahre 2018 bis 2023 lĂ€ge das Minus sogar bei mehr als sieben Prozent.
Diese ErnteschĂ€tzung basiert auf einer "begrenzten Zahl" freiwillig berichtender Winzerinnen und Winzer zum 20. September, wie die Behörde mitteilt. Die Lese in den 13 Weinanbaugebieten war zu dem Zeitpunkt noch nicht ĂŒberall abgeschlossen. Das Deutsche Weininstitut im rheinhessischen Bodenheim wird die Erntemenge voraussichtlich in rund zwei Wochen veröffentlichen, geht aber auch von einem RĂŒckgang aus.
Grund ist das nasse FrĂŒhjahr, das regional Pilzkrankheiten begĂŒnstigt hat. Dazu kamen Extremwetterereignisse wie SpĂ€tfröste, Hagel, StĂŒrme und Starkregen. Besonders deutlich fĂ€llt der RĂŒckgang laut SchĂ€tzung des Bundesamts an der Mosel, in Baden, in Franken, im Anbaugebiet Saale-Unstrut sowie an der Ahr, der Nahe, in WĂŒrttemberg und Sachsen aus. In den gröĂten Weinbaugebieten Rheinhessen und der Pfalz sowie im Rheingau werden dagegen sogar höhere Erntemengen erwartet.
Die Erntemenge der beliebtesten deutschen Rebsorte, dem Riesling, nimmt voraussichtlich im Jahresvergleich um rund drei Prozent auf 1,87 Millionen Hektoliter ab. Ein deutliches Minus von jeweils mehr als zehn Prozent wird bei den mengenmĂ€Ăig zweit- und drittwichtigsten Sorten MĂŒller-Thurgau und Grauer Burgunder angenommen.
Bei der roten Rebsorte Blauer SpĂ€tburgunder betrĂ€gt der geschĂ€tzte RĂŒckgang sogar mehr als 14 Prozent (auf 798 200 Hektoliter). Beim Dornfelder wird dagegen ein leichtes Plus von gut zwei Prozent auf 692 500 Hektoliter erwartet.
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