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Trump zieht im Streit um Zölle vor Supreme Court

04.09.2025 - 19:52:55 | dpa.de

(durchgehend aktualisiert)WASHINGTON - Nach der Niederlage vor einem Berufungsgericht in den USA zieht PrÀsident Donald Trump vor den Obersten Gerichtshof, um an seiner Zollpolitik festhalten zu können.

(durchgehend aktualisiert)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach der Niederlage vor einem Berufungsgericht in den USA zieht PrĂ€sident Donald Trump vor den Obersten Gerichtshof, um an seiner Zollpolitik festhalten zu können. Seine Regierung beantragte am Mittwoch (Ortszeit) vor dem Supreme Court zu klĂ€ren, ob ein bestimmtes Notstandsgesetz die von Trump gegen zahlreiche LĂ€nder verhĂ€ngten Zölle legitimiert. Das Gericht wurde angesichts der Dringlichkeit der Angelegenheit aufgefordert, bis zum 10. September mitzuteilen, ob es sich dem Fall annehmen wird. Gegen die Zollpolitik hatte ursprĂŒnglich unter anderem ein Dutzend US-Bundesstaaten geklagt.

Was das Berufungsgericht entschieden hat

Vergangene Woche hatte ein Berufungsgericht Trump die Befugnis abgesprochen, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz weitreichende Zölle auf Importprodukte zu verhÀngen. Die Entscheidung sollte allerdings nicht vor dem 14. Oktober in Kraft treten, was Trump Zeit gab, sie anzufechten. Mindestens bis dann gelten die Zölle weiter.

Die Entscheidung umfasst die von Trump erstmals Anfang April angekĂŒndigten lĂ€nderspezifischen Zölle, die Dutzende Handelspartner der USA betreffen. Danach rĂ€umte die US-Regierung Fristen ein, damit die LĂ€nder weiter mit den USA verhandeln können. In der Folge verĂ€nderten sich einige der ZollsĂ€tze.

Im Falle der EuropÀischen Union etwa gilt seit dem 7. August ein Zollsatz von 15 Prozent auf den Import der meisten EU-Produkte in die USA. Eine wichtige Frage bei dem Rechtsstreit ist also auch, wie sich Urteile auf den Handel mit Staaten auswirken, mit denen die USA bereits ein Abkommen geschlossen haben.

Um was fĂŒr ein Gesetz es geht

FĂŒr seine weitreichenden Zölle auf viele Produkte aus dem Ausland hatte Trump ein Gesetz von 1977 herangezogen. Dies besagt, dass ein PrĂ€sident im Krisenfall Dekrete erlassen kann, ohne dass der Kongress angerufen werden muss. Zölle seien jedoch eine Kernkompetenz des US-Parlaments, hatte das Berufungsgericht verdeutlicht. Die Richter hatten damit Trumps juristische Argumentation moniert und zugleich seiner aggressiven Handelspolitik zunĂ€chst einen DĂ€mpfer verpasst.

Trump hatte bereits kurz nach der Entscheidung des Berufungsgerichts vergangene Woche angekĂŒndigt, sie vor dem Supreme Court anfechten zu wollen. Er hofft, dass die in seiner ersten Amtszeit nach rechts gerĂŒckte Richterriege des Supreme Courts in seinem Sinne entscheiden könnte, falls sie sich dem Fall annimmt.

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