AKTIE IM FOKUS: Tui steigen auf höchsten Stand seit Mitte Oktober
12.11.2025 - 17:16:59Zeitweise ging es mit 7,71 Euro auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober.
Am spĂ€teren Nachmittag zog das Papier des Reisekonzerns um 4,2 Prozent auf 7,58 Euro nach oben und ĂŒberwand damit locker die 21-Tage-Linie fĂŒr den kurzfristigen Trend. Die 50-Tage-Linie bei 7,67 Euro, die den mittelfristigen Trend signalisiert, stoppte die Aktie allerdings dann aus. Im bisherigen Jahresverlauf steht nun ein Verlust von etwas weniger als zehn Prozent zu Buche.
Eine starke Nachfrage nach Hotels und Kreuzfahrten hatte dem gröĂten Reiseveranstalter Europas im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr (bis Ende September) zu einem bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern um 9 Prozent auf gut 1,4 Milliarden Euro verholfen. Bei konstanten WĂ€hrungskursen wĂ€re der operative Gewinn sogar um 12,6 Prozent gestiegen und damit stĂ€rker als vom Unternehmensvorstand im Sommer in Aussicht gestellt.
Aktienexperte Andreas Lipkow sprach von einem starken vorlĂ€ufigen Ergebnis. "In Anbetracht des aktuellen konjunkturellen Umfelds haben die wenigsten Marktteilnehmer mit diesem ĂŒber den Managementerwartungen liegenden operativen Ergebniswachstum gerechnet. Damit scheint das Unternehmen langsam das Tal der TrĂ€nen verlassen zu haben."
Zwar hob auch Analyst Richard Clarke von Bernstein Research in seiner SchnelleinschĂ€tzung hervor, dass das Ebit bei konstanten Wechselkursen das obere Ende der von Tui ausgegebenen Prognosespanne ĂŒbertroffen habe. Allerdings liege das nicht um WĂ€hrungseffekte bereinigte, vorlĂ€ufige Ebit "im Rahmen der durchschnittlichen AnalystenschĂ€tzung (Konsens) von 1,413 Millionen Euro", schrieb er. Zugleich seien die Umsatzerwartungen leicht verfehlt worden.
Alles in allem bleibe das Ebit fĂŒr 2024/25 bis zur endgĂŒltigen Zahlenvorlage am 10. Dezember weiterhin im Fokus, resĂŒmierte er. Dass der Umsatz etwas hinter den Erwartungen zurĂŒckgeblieben sei, dĂŒrfte auf die SchwĂ€che im margenschwachen GeschĂ€ftsbereich Markets & Airlines zurĂŒckzufĂŒhren sein, schrieb Clarke. Diese sei jedoch auf Ebit-Ebene durch die StĂ€rke der margenstĂ€rkeren GeschĂ€ftsbereiche Hotels & Resorts und Kreuzfahrten kompensiert worden.
Zur Vorlage der endgĂŒltigen Zahlen erwartet der Bernstein-Analyst zudem einen Ausblick auf das neue GeschĂ€ftsjahr 2025/26 sowie neue Aussagen zur Strategie in Sachen AktionĂ€rsrendite.

