Bundesrat, Social-Media-Verbot

Bundesrat berĂ€t ĂŒber Social-Media-Verbot fĂŒr Kinder

27.03.2026 - 12:28:19 | dpa.de

In der Debatte um BeschrĂ€nkungen der Social-Media-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen berĂ€t der Bundesrat ĂŒber eine Position der LĂ€nder.

Niedersachsen und ThĂŒringen brachten einen Antrag ein, wonach sich die LĂ€nderkammer fĂŒr ein Verbot fĂŒr Personen unter 14 Jahren aussprechen soll. Bis 16 sollten Jugendliche soziale Medien nur in einer "altersangepassten Version" nutzen dĂŒrfen, die auf "suchtverstĂ€rkende Funktionen" verzichtet. Über den Antrag soll nun zunĂ€chst in den Bundesrats-AusschĂŒssen beraten werden.

Niedersachsens MinisterprĂ€sident Olaf Lies (SPD) sagte, soziale Medien seien lĂ€ngst fester Bestandteil im Alltag junger Menschen und eröffneten ihnen RĂ€ume. "Aber sie bergen eben auch Risiken." So versuchten Anbieter, die Aufmerksamkeit so lange wie möglich zu binden. "Je jĂŒnger die Menschen sind, desto weniger haben sie dem Sog endloser Feeds etwas entgegenzusetzen." Inhalte mit Gewalt, Hass und Desinformation erreichten sie meist ungefiltert.

Experten-VorschlÀge nach Ostern

ThĂŒringens Staatskanzleichef Stefan Gruhner (CDU) wies auf psychische Belastungen wie Depressionen und Angststörungen sowie suchtĂ€hnliches Verhalten bei Jugendlichen hin. Die Initiative zielt darauf, dass der Bundesrat die Bundesregierung bittet, sich fĂŒr Regelungen auf EU-Ebene einzusetzen.

Der Parlamentarische StaatssekretĂ€r im Bundesfamilienministerium, Michael Brand (CDU), begrĂŒĂŸte die Initiative. Eine eingesetzte Expertenkommission solle im Sommer VorschlĂ€ge fĂŒr Schritte auf nationaler und europĂ€ischer Ebene vorlegen. Erste Zwischenergebnisse sollten bereits nach Ostern veröffentlicht werden. In der schwarz-roten Koalition haben sich CDU und SPD fĂŒr ein Social-Media-Verbot fĂŒr Unter-14-JĂ€hrige und bestimmte Schutzregeln bis zum Alter von 16 Jahren ausgesprochen. Die mitregierende CSU zeigt sich zurĂŒckhaltend.

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