ROUNDUP, Ukraine

Ukraine kann ihr Gebiet mit VerbĂŒndeten zurĂŒckerobern

23.09.2025 - 22:30:08

NEW YORK - Die Ukraine ist nach Ansicht von US-PrĂ€sident Donald Trump in der Lage, mithilfe westlicher VerbĂŒndeter ihr Staatsgebiet vom russischen Aggressor zurĂŒckzuerobern.

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ukraine ist nach Ansicht von US-PrĂ€sident Donald Trump in der Lage, mithilfe westlicher VerbĂŒndeter ihr Staatsgebiet vom russischen Aggressor zurĂŒckzuerobern. Mit Zeit, Geduld und finanzieller UnterstĂŒtzung insbesondere der Nato seien die ursprĂŒnglichen Grenzen zum Zeitpunkt, als der Krieg begonnen hatte, eine "Option", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Damit schwenkt Trump in seiner Position um.

Von Gebietsabtretungen spricht Trump nicht mehr

Trump hatte in den vergangenen Wochen in den GesprÀchen um ein Ende des Krieges auch mögliche Gebietsabtretungen der Ukraine ins Spiel gebracht. Diese hatte der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj stets abgelehnt. Russland hatte hingegen darauf bestanden, dass die Ukraine Gebietsverluste anerkennt.

Der US-PrÀsident machte in seinem Post auf Truth Social nicht deutlich, welchen ukrainischen Grenzverlauf er genau meint. Zum Beispiel ist unklar, ob Trump zum ukrainischen Staatsgebiet auch die bereits 2014 von Russland annektierte Halbinsel Krim hinzurechnet.

Trump: Ukraine könnte womöglich mehr als das eigene Gebiet gewinnen

Zu seiner neuen Position kam Trump nach eigenen Angaben, nachdem er sich mit der militĂ€rischen und wirtschaftlichen Lage der Ukraine und Russlands vertraut gemacht und sie vollstĂ€ndig verstanden habe. Russland fĂŒhre seit dreieinhalb Jahren einen Krieg, "den eine echte MilitĂ€rmacht" in weniger als einer Woche hĂ€tte gewinnen können. "Das ist keine Auszeichnung fĂŒr Russland. TatsĂ€chlich lĂ€sst es das Land eher wie "einen zahnlosen Tiger" erscheinen."

Wenn die Menschen in Moskau und allen StĂ€dten und Regionen in ganz Russland erfĂŒhren, was wirklich in diesem Krieg passiere, wĂ€re die Ukraine in der Lage, "ihr Land in seiner ursprĂŒnglichen Form zurĂŒckzuerobern und, wer weiß, vielleicht sogar noch weiterzugehen!" FĂŒr Menschen in Russland sei es fast unmöglich, Benzin zu bekommen, weil sich lange Schlangen bildeten. Der grĂ¶ĂŸte Teil ihres Geldes wĂŒrde fĂŒr den Kampf gegen die Ukraine ausgegeben, die immer besser werde. Putin und Russland wĂŒrden in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken, jetzt sei es an der Zeit, dass die Ukraine handele.

Er wĂŒnsche beiden LĂ€ndern alles Gute, schrieb Trump. Die USA wĂŒrden der Nato weiter Waffen liefern, damit diese damit machen könne, was sie wolle. Trump hatte im Sommer gesagt, dass die USA Waffensysteme an Nato-VerbĂŒndete verkaufen werden, damit diese sie der Ukraine zur VerfĂŒgung stellen können.

Trump fĂŒr Abschuss russischer Flugzeuge in Nato-Luftraum

Trump hatte zudem bei einem Treffen mit Selenskyj am Rande der UN-Vollversammlung in New York auf eine Frage einer Journalistin, ob er der Ansicht sei, dass Nato-Staaten russische Flugzeuge bei Verletzung ihres Luftraumes abschießen sollten mit "Ja, das bin ich" geantwortet. Zuletzt war es mehrfach zu gefĂ€hrlichen Situationen im Luftraum von EU- und Nato-Staaten gekommen - in Polen, RumĂ€nien und Estland.

Die Nato warnte Russland daraufhin unter Androhung von Gewalt vor weiteren Luftraumverletzungen. Das VerteidigungsbĂŒndnis wĂŒrde im Einklang mit dem Völkerrecht alle notwendigen militĂ€rischen und nichtmilitĂ€rischen Mittel einsetzen, um sich zu verteidigen und Bedrohungen aus allen Richtungen abzuschrecken, hieß es in einer nach Beratungen in BrĂŒssel veröffentlichten ErklĂ€rung aller 32 Nato-Staaten.

@ dpa.de