Studie, Frauen

Studie erklÀrt: Warum Frauen lÀnger unter Schmerzen leiden

12.03.2026 - 00:00:19 | boerse-global.de

Eine US-Studie identifiziert Testosteron als SchlĂŒsselfaktor fĂŒr die körpereigene Schmerzlinderung. Bei Frauen ist dieser Immunmechanismus schwĂ€cher, was das Risiko fĂŒr chronische Leiden erhöht.

Studie erklĂ€rt: Warum Frauen lĂ€nger unter Schmerzen leiden - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Studie erklĂ€rt: Warum Frauen lĂ€nger unter Schmerzen leiden - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Eine bahnbrechende US-Studie liefert erstmals handfeste biologische GrĂŒnde dafĂŒr, warum Frauen chronische Schmerzen viel hĂ€ufiger entwickeln als MĂ€nner. Der SchlĂŒssel liegt im Immunsystem.

Forscher der Michigan State University entdeckten einen aktiven Schmerz-Ausschalter im Körper. Bestimmte Immunzellen, die Monozyten, schĂŒtten nach einer Verletzung das entzĂŒndungshemmende MolekĂŒl Interleukin-10 (IL-10) aus. Dieses Signal stoppt den Schmerzreiz in den Nerven. Doch dieser Mechanismus funktioniert bei Frauen deutlich schwĂ€cher.

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Testosteron als Schmerz-Bremse

Der entscheidende Unterschied ist hormonell bedingt. Bei MĂ€nnern treibt vor allem Testosteron die Produktion des schmerzlindernden IL-10 stark an. Die Monozyten von Frauen sind von Natur aus weniger aktiv.

Die Folge: Akute Schmerzen klingen bei Frauen langsamer ab. Das Risiko, dass sich daraus ein chronisches Leiden entwickelt, steigt massiv. In Versuchen beschleunigte die Gabe von Testosteron bei weiblichen Modellen die Schmerzauflösung. Blockierten die Forscher das Hormon bei MĂ€nnern, ließ der schmerzlindernde Effekt nach.

Biologie, nicht Einbildung

Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal Science Immunology, kombiniert Tierversuche mit menschlichen Daten. Die Analyse von 245 Patienten mit Verletzungen zeigte ein klares Bild: MÀnner hatten schneller weniger Schmerzen. Ihr Blut wies parallel höhere Level der schmerzlösenden Immunzellen und von IL-10 auf.

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Da Frauen biologisch bedingt ein höheres Risiko fĂŒr chronische Leiden tragen, spielt die gezielte StĂ€rkung des Körpers eine entscheidende Rolle in der PrĂ€vention. Dieser kostenlose Übungsplan zeigt Ihnen sechs einfache Bewegungen fĂŒr zu Hause, mit denen Sie RĂŒcken- und Gelenkschmerzen aktiv vorbeugen können. 6 Übungen gegen Alltagsbeschwerden kostenlos als PDF herunterladen

„Diese Befunde widerlegen die alte Annahme, lĂ€nger anhaltende Schmerzen bei Frauen seien psychosomatisch“, so die Forscher. Die Ursache ist biologisch in der Immun- und Hormonregulation verankert.

Folgen fĂŒr den Arbeitsplatz

Die Erkenntnisse haben massive Auswirkungen auf die Arbeitsmedizin. Frauen stellen 60 bis 70 Prozent aller chronischen Schmerzpatienten. Schlecht angepasste ArbeitsplĂ€tze und körperliche Belastungen bergen fĂŒr sie ein höheres Risiko.

Ergonomie-Experten mĂŒssen nun bedenken: Frauen benötigen nach Verletzungen biologisch bedingt mehr Zeit zur Regeneration. Optimierte BĂŒromöbel, Hebehilfen oder angepasste Pausen können daher besonders wichtig sein, um eine Chronifizierung zu verhindern.

Paradigmenwechsel in der Medizin

Die Studie markiert einen Wendepunkt. Der Fokus verschiebt sich von der Frage, wie Schmerz entsteht, hin zu der, warum er bei manchen Menschen bleibt. Dieses neue VerstÀndnis an der Schnittstelle von Immunologie und Neurologie könnte Behandlungen revolutionieren.

Langfristig hoffen die Forscher auf neue, nicht-opioide Therapien. Diese sollen gezielt die körpereigene Schmerzlösung aktivieren, anstatt nur Symptome zu unterdrĂŒcken. Bis dahin fordern Experten bereits jetzt geschlechtsspezifische AnsĂ€tze in der Rehabilitation und betrieblichen PrĂ€vention.

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