Der bilaterale Weg soll weitergehen
08.03.2024 - 16:00:00Europapolitisches Ziel der Schweiz ist es, die bestmöglichen Bedingungen fĂŒr ihre Beziehungen zur EU zu schaffen. Die Schweiz verfolgt ihre Europapolitik auf der Grundlage von bilateralen sektoriellen Abkommen, und das seit 25 Jahren erfolgreich. So wurde das bilaterale Vertragswerk zwischen der Schweiz und der EU ĂŒber diese Zeit kontinuierlich entwickelt und vertieft.
RenĂ© Buholzer, CEO Interpharma, betont: "Rund 40 Prozent aller Exporte der Schweiz stammen von der forschenden Pharmaindustrie â davon geht fast die HĂ€lfte in die EU. Die Bilateralen III sichern den hindernisfreien Zugang zum europĂ€ischen Binnenmarkt und stellen die wirtschaftliche und politische Beziehung zur EU auf ein solides Fundament. Dies ist ein gutes Zeichen fĂŒr den Wachstumsmotor der Schweizer Wirtschaft."
Die wichtigsten Punkte des Verhandlungsmandats aus Sicht von Interpharma:
Die Aufnahme von Verhandlungen mit der EU ermöglicht, das MRA zu aktualisieren. Dies ist von grosser Bedeutung fĂŒr die Exporte der Industrie und die Versorgungssicherheit. Das MRA zwischen der Schweiz und der EU beseitigt technische Handelshemmnisse und ermöglicht einen reibungslosen Zugang zum EU-Binnenmarkt. Sollte das MRA nicht aktualisiert werden können, drohen dem Pharmastandort Schweiz doppelte Inspektionen der Forschungs- und Produktionsanlagen sowie eine erneute Chargenzertifizierung in der EU. Berechnungen zeigen, dass der Wegfall des MRAs mit der EU jĂ€hrlich Kosten in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Schweizer Franken verursachen wĂŒrde. Neue technische Handelshemmnisse könnten zudem zu einem erschwerten Zugang zu lebensrettenden Medikamenten fĂŒr Schweizer Patientinnen und Patienten fĂŒhren.
Die PersonenfreizĂŒgigkeit unterstĂŒtzt den Zugang zu dringend benötigten qualifizierten FachkrĂ€ften. Der Bedarf an hochqualifizierten FachkrĂ€ften in der Pharmaindustrie ist besonders ausgeprĂ€gt. Ohne auslĂ€ndische FachkrĂ€fte wĂŒrde in dieser Branche weniger geforscht und produziert werden, da der nationale Arbeitsmarkt â trotz laufender BemĂŒhungen, ihn zu stĂ€rken â nicht gross genug ist, um die hohe Nachfrage nach qualifizierten FachkrĂ€ften zu decken. BezĂŒglich des Lohnschutzes wird das aktuelle Niveau gesichert. Weitere Massnahmen sind nicht erforderlich.
Die Teilnahme an EU-Forschungsprogrammen wird durch den Abschluss der Bilateralen III langfristig gesichert. Die Schweiz zĂ€hlt heute dank der internationalen Vernetzung ihres Forschungssektors zu den innovativsten LĂ€ndern der Welt. Die kurzfristigen Auswirkungen der Nichtassoziierung am europĂ€ischen Forschungsprogramm konnten zwar teilweise durch Ăbergangsfinanzierungen abgemildert werden. Langfristig jedoch wird der Forschungsstandort Schweiz an AttraktivitĂ€t verlieren, wenn die vollstĂ€ndige Assoziierung an Horizon Europe nicht gesichert ist.
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Aussender: Interpharma Ansprechpartner: Georg DĂ€rendinger Tel.: +41 61 264 34 00 E-Mail: georg.daerendinger@interpharma.ch Website: www.interpharma.ch

