BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

ELolly, Deutschen;

ELolly (so auch im Deutschen; im Englischen lolly = umgangssprachlich Geld, Kies)

Internet-Portal mit dem Zweck, Ă€hnlich wie das Internet-Auktionshaus eBay, ĂŒber seine Webseite Geber und Nehmer von Darlehn zusammenbringen. Private Leiher und Verleiher mĂŒssen dort zunĂ€chst Mitglied werden und zwecks dessen persönliche Daten hinterlegen. Sie geben dann ihre Vorstellungen hinsichtlich Zinshöhe und Laufzeit sowie allfĂ€llig angebotene Sicherheiten an. Per Datenabgleich verspricht eLolly, einen oder mehrere Partner mit ĂŒbereinstimmenden Profilen zu ermitteln, und die Mitglieder zusammenzubringen. Weil eLolly lediglich Kontakte herstellt und keine Kreditvermittlung betreibt, unterliegt das GeschĂ€ft grundsĂ€tzlich nicht der Erlaubnis der Bundesanstalt fĂŒr Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Behörde hat am 14. Mai 2007 ein Merkblatt "Hinweise zur Erlaubnispflicht der Betreiber und Nutzer einer internetbasierten Kreditvermittlungsplattform nach dem KWG" veröffentlicht, in dem Grenzen festgelegt werden, innert derer sich eine Social Lending Platform bewegen darf. Siehe Peer-To-Peer-Lending, Social Lending Platform.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen