BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Londoner Schuldenkonferenz (London debt conference)
Im MĂ€rz und Mai 1921 in London tagendes Gremium aus Vertretern der SiegermĂ€chte des Ersten Weltkriegs (19141918) ĂŒber Deutschland, das einen drastischen Zahlungsplan sowie einen umfangreichen Sachleistungsplan aufstellte. Beide PlĂ€ne wurden Deutschland als Ultimatum (bei Nichtannahme wurde die Besetzung deutschen Territoriums angedroht) ĂŒberreicht. Zwar wurde das Ultimatum von Deutschland angenommen. Weil aber das Wirtschaftsleben in Deutschland weithin zusammenbrach, konnten die Forderungen nicht erfĂŒllt werden; Belgier und Franzosen besetzten daraufhin im Januar 1923 das Ruhrgebiet. Im Jahr 1952 in London tagende Besammlung mit dem Ziel, eine Regelung fĂŒr die 14 Mia DEM Auslandsschulden Deutschlands einen Tilgungsplan aufzustellen. Dieser bestimmte bis 1958 eine jĂ€hrliche Zahlung (West)Deutschlands von 600 Mio DEM und ab 1958 von 750 Mio DEM. Siehe Dawes-Anleihe, Ruhrgeld, Wohlstandsindex. Londoner System (London system). In Zusammenhang mit der GeldwĂ€sche entscheiden die Banken nicht von sich aus, wie sie mit verdĂ€chtigen FĂ€llen umgehen, sondern sie melden einen Verdacht den Behörden. Dadurch gerĂ€t eine Bank nicht in die Gefahr, selbst zur Rechenschaft gezogen zu werden. -Andererseits hat sich gezeigt, dass die Behörden mit der FĂŒlle an Meldungen ĂŒberfordert sind, und dass den gemeldeten VerdachtsfĂ€llen daher nur ungenĂŒgend nachgegangen wird. Es gilt daher als passender, die AufspĂŒrung von GeldwĂ€scherei der einzelnen Bank (aufsichts)rechtlich zuzuweisen. Siehe Financial Action Task Force on Money Laundering, GefĂ€hrdungsanalyse, Geld, schmutziges, Geldtransfer- Vermittler, Konto, falsches, Konten-Offenlegung, Kontensperre, Kundendaten- Informationspflicht, Offshore-FinanzplĂ€tze, Outsourcing, Underground Banking.

