BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Spitzenwechsel, Unsitte

Spitzenwechsel (top-level rotation)

Die Unsitte des (in Europa hĂ€ufigen) Wechsels des altersbedingt ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden einer Bank (und allgemeiner einer Aktiengesellschaft) in den Vorsitz des Aufsichtsrats. Beanstandet wird hier, dass der frĂŒhere Vorstandsvorsitzende auf dem neuen Posten seine eigenen Fehler kaschieren und/oder seinem (ungeliebten) Nachfolger KnĂŒppel zwischen die Beine werfen kann. Zur Transparenz eines Unternehmens trĂ€gt der Spitzenwechsel auf keinen Fall bei. Anlegerschutzgruppen fordern daher von den Aufsichtsbehörden in Bezug fĂŒr Banken ein Verbot.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen