Devisen: Euro hÀlt Gewinne zum US-Dollar
07.05.2026 - 10:42:41 | dpa.deZuletzt notierte die GemeinschaftswĂ€hrung bei 1,1767 US-Dollar und damit etwas ĂŒber dem Niveau von Mittwochabend. Die EuropĂ€ische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt auf 1,1762 (Dienstag: 1,1686) Dollar festgesetzt.
Die weiterhin freundliche Stimmung an den FinanzmĂ€rkten stĂŒtze den Euro. Es dominiert aktuell die Hoffnung auf einen baldigen Frieden im Nahen Osten. Eine Einigung ĂŒber ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach EinschĂ€tzung von US-PrĂ€sident Donald Trump in den kommenden Tagen möglich. Damit verbunden ist die Aussicht auf deutlich sinkende Ălpreise und folglich auf ein Abflauen der InflationsĂ€ngste.
Allerdings drohte Trump dem Iran in einem Interview des Senders PBS erneut: Falls es keinen Deal gebe, mĂŒsse man wieder damit anfangen, den Iran "in Grund und Boden zu bombardieren". Der Iran wies Berichte ĂŒber eine bevorstehende Einigung als ĂŒberzogen zurĂŒck. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprĂŒft. Der Sender CNN berichtete, der Iran werde den pakistanischen Vermittlern voraussichtlich heute seine Antwort dazu ĂŒbergeben.
Derweil gab es fĂŒr die angeschlagene deutsche Industrie einen kleinen Hoffnungsschimmer: Im MĂ€rz zog der Auftragseingang im Monatsvergleich stark an. "Die deutsche Industrie hat im ersten Kriegsmonat ĂŒberraschend deutlich mehr AuftrĂ€ge erhalten, auch wenn man die stark schwankenden GroĂauftrĂ€ge herausrechnet", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg KrĂ€mer. Doch der Einbruch von Stimmungsindikatoren wie dem Ifo-GeschĂ€ftsklima zeige eine groĂe Verunsicherung der Unternehmen. "Der Nahost-Krieg fordert seinen Tribut, selbst wenn er bald enden sollte."
Im weiteren Handelsverlauf stehen noch die EinzelhandelsumsÀtze aus der Eurozone im Fokus. Am Nachmittag folgen dann aus den USA weitere Konjunkturdaten wie die wöchentlichen ErstantrÀge auf Arbeitslosenhilfe und die Bauausgaben.
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