Stark-Watzinger, GrundgesetzÀnderung

Stark-Watzinger will GrundgesetzÀnderung nach Pisa-Ergebnissen

Veröffentlicht am: 08.12.2023 um 18:54 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Als Reaktion auf die schlechten deutschen Ergebnisse im Pisa-Schulvergleich bringt Bundesbildungsbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) eine GrundgesetzÀnderung ins Spiel, die eine Kooperation zwischen dem Bund und einzelnen BundeslÀndern ermöglichen soll.

Bettina Stark-Watzinger (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Bettina Stark-Watzinger (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ich wĂŒrde mir wĂŒnschen, dass das Grundgesetz uns eine Zusammenarbeit zwischen dem Bund und einem Teil der BundeslĂ€nder erlaubt, ich nenne das eine Koalition der Willigen", sagte Stark-Watzinger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). "Wir mĂŒssen schneller handeln können, um Bildung gut zu organisieren. Pisa zeigt, dass die Zeit drĂ€ngt."

DarĂŒber hinaus schlĂ€gt Stark-Watzinger vor, die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr Kitas von den Familienministerien in die Kultusressorts zu verlagern. "Kitas sind Bildungseinrichtungen. FĂŒr mich gehören sie in die Kultusministerien", erklĂ€rte sie. "Wir mĂŒssen dringend den Übergang verbessern." Zugleich forderte die Ministerin eine offene Debatte ĂŒber Bildungspolitik in einem Einwanderungsland. "Es hilft niemanden, dieses Thema zu tabuisieren oder in eine populistische Ecke zu stellen", sagte sie. "Wir mĂŒssen gezielt fördern. Also vor allem dort unterstĂŒtzen, wo es am dringendsten gebraucht wird." Sie verwies auf das Startchancen-Programm, das Schulen mit einem besonders hohen Anteil an sozial benachteiligten SchĂŒlern ab dem nĂ€chsten Schuljahr besonders stĂ€rken solle. Die OECD hatte vergangene Woche die Ergebnisse ihres neuen Pisa-Schulvergleichs veröffentlicht. Demnach haben sich die ohnehin schwachen Leistungen in Deutschland und anderen LĂ€ndern noch weiter verschlechtert.

de | politik | 64372101 |