Bundesrat bremst Lauterbachs Transparenzgesetz fĂŒr Kliniken
24.11.2023 - 12:42:57 | dpa.de
Der Bundesrat hat einen staatlichen Online-Atlas zu Leistungen und BehandlungsqualitÀt der KrankenhÀuser in Deutschland vorerst ausgebremst. Der Bundesrat beschloss, zu dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz der Ampel-Koalition den gemeinsamen Vermittlungsausschuss mit dem Parlament anzurufen.
Der Vorsitzende der Gesundheitsminister, Manne Lucha (GrĂŒne) aus Baden-WĂŒrttemberg, sagte, die Intention sei richtig. So, wie das Gesetz vorgelegt werde, schaffe es aber nicht mehr Transparenz, sondern stifte Verwirrung. Mehrere LĂ€nder kritisierten zudem Eingriffe in ihre Hoheit fĂŒr die Krankenhausplanung und forderten zusĂ€tzliche Finanzhilfen des Bundes.
Das steht im Gesetzesentwurf
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnte im Bundesrat vor einem Ausbremsen des Gesetzes und warb noch um Zustimmung. Mit der Transparenz solle etwa Menschen, die im nÀchsten Jahr eine Krebserkrankung bekommen, beim Finden des richtigen Krankenhauses geholfen werden. Diese Transparenz sei auch ethisch geboten. «Wir haben diese Daten, aber wir nutzen sie nicht.»
Das Gesetz sieht vor, dass ein «Transparenzverzeichnis» von Mai 2024 an als interaktives Portal verstĂ€ndlich ĂŒber das jeweilige Angebot an bundesweit 1700 Klinikstandorten Auskunft geben soll. Konkret soll zu erkennen sein, welche Klinik welche Leistungen anbietet. Abrufbar sein sollen Daten zu Fallzahlen, also der Behandlungserfahrung, zum PersonalschlĂŒssel bei FachĂ€rztinnen, FachĂ€rzten und PflegekrĂ€ften sowie zu Komplikationsraten ausgewĂ€hlter Eingriffe.
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