Justiz, KriminalitÀt

Hubig will Strafen fĂŒr K.o.-Tropfen-Einsatz verschĂ€rfen

13.05.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will die Strafen fĂŒr den Einsatz von K.o.-Tropfen bei Vergewaltigungen und RaubĂŒberfĂ€llen deutlich verschĂ€rfen.

Stefanie Hubig am 08.05.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Stefanie Hubig am 08.05.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Ein entsprechender Gesetzentwurf liegt am Mittwoch dem Kabinett vor.

"Vergewaltigungen unter Einsatz von K.o.-Tropfen sind besonders hinterhĂ€ltig und gefĂ€hrlich", sagte Hubig der "Rheinischen Post". Wer K.o.-Tropfen fĂŒr eine Vergewaltigung einsetze, mĂŒsse kĂŒnftig mit mindestens fĂŒnf Jahren Freiheitsstrafe rechnen, kĂŒndigte die Ministerin an. Ihr Entwurf sieht NachschĂ€rfungen an bestehenden Regelungen vor. Denn der heimliche Einsatz von K.o.-Tropfen bei einem Raub- oder Sexualdelikt kann vor Gericht bereits heute zu höheren Strafen fĂŒhren.

Allerdings hatte der Bundesgerichtshof 2024 auf Grundlage des geltenden Rechts entschieden, dass K.o.-Tropfen nicht als "gefĂ€hrliches Werkzeug" im Sinne des Strafgesetzbuches zu verstehen sind. Die Folge: Zuletzt wurden entsprechende Taten nach geltendem Recht nicht als eine besonders schwere Form des sexuellen Übergriffs oder des Raubes behandelt. Daraus ergibt sich nach aktueller Rechtsprechung nur eine Mindeststrafe von drei Jahren GefĂ€ngnis.

Hubig will das mit ihrem Gesetzentwurf Ă€ndern, sodass der Einsatz von K.o.-Tropfen als "gefĂ€hrliches Mittel" gleichgestellt wird mit der Verwendung einer Waffe oder eines gefĂ€hrlichen Werkzeugs bei einem sexuellen Übergriff oder einem Raub.

Die TĂ€ter mischen ihren Opfern heimlich Substanzen unter, um sie gezielt wehrlos zu machen, erklĂ€rte Hubig. Tatorte seien Bars und Clubs - aber auch das eigene Zuhause. Die Betroffenen hĂ€tten oft keine Chance, den Übergriff zu bemerken und abzuwehren. Das sei sexuelle Gewalt in einer besonders schlimmen Form - und sie treffe vor allem Frauen, sagte die SPD-Politikerin. Das Strafrecht mĂŒsse darauf eine harte Antwort geben, denn wirksamer Gewaltschutz erfordere konsequente Strafen. Das Vorhaben sei Teil einer Gesamtstrategie zum besseren Schutz vor Gewalt. "Wir mĂŒssen und wir werden insbesondere Frauen besser vor Übergriffen schĂŒtzen - und dabei setzen wir auf eine Vielzahl an Maßnahmen im Strafrecht und darĂŒber hinaus", sagte Hubig.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69318140 |

Weitere Meldungen

Zwei Jahre Haft fĂŒr Drogenlieferant nach Matthew Perrys Tod. Es gab mehrere Drogenlieferanten - ein weiterer muss nun ins GefĂ€ngnis. 2023 starb «Friends»-Star Matthew Perry an einer Ketamin-Überdosis. (Unterhaltung, 13.05.2026 - 20:44) weiterlesen...

Kinderarzt wegen Missbrauchs in 130 FÀllen angeklagt Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat Anklage gegen einen Kinderarzt wegen zahlreicher MissbrauchsfÀlle erhoben. (Sonstige, 13.05.2026 - 17:20) weiterlesen...

Kabinett stuft K.o.-Tropfen bei Vergewaltigung wie Waffe ein. Was der aktuelle Gesetzentwurf vorsieht. Die Bundesregierung plant strengere Strafen fĂŒr den Einsatz von K.o.-Tropfen bei Vergewaltigung. (Unterhaltung, 13.05.2026 - 11:25) weiterlesen...

BDK: Polizei gegen CyberkriminalitĂ€t schlecht gewappnet Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Dirk Peglow, sieht Deutschland fĂŒr den Kampf gegen KriminalitĂ€t im Netz schlecht gewappnet.In den Polizeidienststellen vor Ort gebe es im Bereich der CyberkriminalitĂ€t weiterhin erheblichen Nachholbedarf, sagte Peglow dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Sonstige, 13.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Nach Waffenruhe: Ukraine meldet russische Drohnenangriffe. Derweil gerÀt ein Ex-Selenskyj-Vertrauter immer stÀrker unter Druck. Nur wenige Stunden nach Ende einer dreitÀgigen Waffenruhe nimmt Russland seine Luftangriffe auf StÀdte in der Ukraine wieder auf. (Ausland, 12.05.2026 - 04:26) weiterlesen...

Dinner mit Trump: Angeklagter plÀdiert auf nicht schuldig. Jetzt haben seine Verteidiger vor Gericht Stellung bezogen. Nach dem Angriff auf das Gala-Dinner mit US-PrÀsident Trump droht dem VerdÀchtigen eine jahrzehntelange Haftstrafe. (Ausland, 11.05.2026 - 16:37) weiterlesen...